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Sodele, ich schaue voller Dankbarkeit auf ein wunderbares Coaching-Wochenende zurück und bin heute auch wieder mit ausreichend Energie geladen (gestern war ich platt).

Was mir beim Coaching aufgefallen ist und was mir auch sonst häufig begegnet: viele Männer haben derzeit Schwierigkeiten mit ihren Beziehungen (ich nehme an, die Frauen dieser Männer auch).

Betrachtet man dieses Phänomen aus systemischer Perspektive, so steht “der Mann” systemisch gesehen nicht auf seinem Platz und weil er dort nicht steht, nimmt häufig die Partnerin oder ein Kind diesen Platz ein.

Dem Mann fehlt eine Qualität respektive die Kraft, seinen Platz im System einzunehmen, also reagiert er mit einer Uralt-Programmierung: Flucht.

Er flüchtet sich in Arbeit, Drogen oder Nebenbeziehungen. Die alternative Urprogrammierung “Kampf” kommt für den Mann nicht in Frage, denn es fehlt ihm ja eine Qualität und ausserdem haben wir in der Diskussion festgestellt, dass da noch eine andere Programmierung greift: “Frauen schlägt man nicht!”

Fühlt sich bei alledem die Frau nun wenigstens wohl?
NÖ!

Egal, wie emanzipiert unsere Gesellschaft auch ist, systemisch gesehen, ist das Familiensystem nicht in Ordnung, wenn die Mitglieder nicht auf ihren Plätzen stehen. Fehlt gar ein Mitglied (durch Flucht), so erzeugt das unter anderem Leere.

Erst wenn alle wieder systemisch auf dem richtigen Platz stehen, ist die Erleichterung zu spüren und die Wahrnehmung wird eine andere.

Übrigens hat das nichts damit zu tun, dass die Frau hinter den Herd gehört und dem Mann das Geld verdienen muss. Die systemische Betrachtungsweise zeigt einfach energetische Zusammenhänge und diese zu kennen, ist für eine Beziehung sehr wertvoll.

Ja, ich könnte jetzt gerade noch Stunden weiter schreiben zu dem Thema :-)
Das erspar ich Euch lieber!

::

Also, es war ein gelungener Auftakt dieser neuen Coaching-Ausbildungsreihe und ich danke den Teilnehmern von ganzem Herzen!

Feel better!

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19 Kommentare zu diesem Beitrag!

  1. am 31 Mrz 2009 um 10:18 Mike

    Interessant zum lesen.

    Ich persönlich gehörte auch mal zu den Männern die Schwierigkeiten mit Beziehungen haben.

    Jetzt tu ich mir einfach keine Beziehung mehr an.

    Es läuft doch immer nach dem gleichen Schema ab.
    Anfangs ist alles supertoll, irgendwann holt einen der Alltag ein aber es ist trotzdem noch gemütlich.
    Und ab da gehts dann los mit Kompromisse über Kompromisse. Die Frau versucht mit allen Tricks den Mann nach ihren Vorstellungen zu ändern.
    Letzer Ausweg: Flucht.

    Da bleib ich lieber Single und Frei :)

  2. am 31 Mrz 2009 um 10:34 Frank Obels

    Ja Mike, viele Männer sehen sich von den Frauen in einer Beziehung angegriffen und ihrer Rechte/Freiheiten (per Salami-Taktik) beraubt.

    Danke für Deine ehrlichen Worte :-)

  3. am 31 Mrz 2009 um 10:58 Dori

    Hm…. lieber Frank,

    sehr interessantes Post. Kannst Du mir/uns bitte noch erklären, WARUM der Mann nicht auf seinem Platz ist, wie es dazu gekommen ist? Das würde mich wirklich als “früheres Opfer eines Flüchtigen” sehr interessieren.

    Viele liebe Sonnengrüße

    Dori :-)

  4. am 31 Mrz 2009 um 11:00 Mike

    Ja Salamitaktik trifft es gut…
    Ich durfte diese Taktik schon oft genug erleben und es war eine prägende Erfahrung für mich.

    Ein wenig erinnert mich das ganze an einen Geschichte aus dem Buch über das Lola-Prinzip.
    Ich habe die Geschichte auf http://www.ploehn-eppstein.de/ weiter unten gefunden. Es handelt von einer Schaf und Löwenherde und fängt an mit
    “Eine Geschichte aus dem Orient über die Art, wie man aus einem machtvollen Wesen ein schwächliches, degeneriertes Wesen machen kann” an.

    Irgendwie trifft das ganze auch auf dem Mann zu ^^

    Ich glaube ich muss mich noch ein wenig austoben…mit 50 kann ich ja dann immer nochmals überlegen ob ich eine Beziehung will ^^

  5. am 31 Mrz 2009 um 11:16 Frank Obels

    Hi Dori,

    das Zauberwort heisst Verstrickungen. Systemisch gesehen sind wir häufig mit unserer energetischen Aufmerksamkeit an etwas “gebunden”, richtig fest und kommen nicht von los. Das betrifft unsere Herkunftsfamilie.
    Handelt es sich nun besipielsweise um einen Erstgeborenen und eine Verstrickung mit seinem Vater, der immer schon vor Problemen in der Familie geflohen ist, so übernimmt der Sohn (häufig der Erstgeborene) das Verhalten des Vaters (er folgt ihm nach).
    Dieses trägt der Sohn dann in seine Wahlfamilie.

    Wir suchen uns dabei immer die Partner aus, die unserer systemischen Aufmerksamkeit am besten entsprechen (hier beispielsweise eine besonders starke Frau).

    Wir unterschätzen häufig diese “Kraft” der Vorfahren.

    Das alles sind unbewusste Prozesse, die leider häufig nicht gesehen werden.

    War das irgendwie verständlich liebe Dori?

    Liebe Grüsse

    Frank

  6. am 31 Mrz 2009 um 11:33 Norbert

    Hallo Frank,

    mit der Vertrickung triffts Du den Punkt.

    Unterstützend dazu die Information aus der Gehirnforschung:
    Durch den Einblick in unser “Limbisches System” haben wir heute nachweislich Ergebnisse, die helfen, auch die von Dir besagte Systemische Betrachtung zu vertsehen.

    Doch das würde den Rahmen des Posts sprengen.

    Die Nachwehen des Wochenendes sind gut zu spüren.

    Beste Grüsse
    Norbert

  7. am 31 Mrz 2009 um 11:38 Frank Obels

    Hi Norbert,

    da Beziehungen ein sicherlich “heisses Thema” sind, könntest Du ja mal Deine limbischen Erfahrungen in einen kleinen E-Mail-Kurs packen :-)

    Ich kann mir vorstellen, da gibt es Interessenten.

    Greetings

    Frank

    P.S. und? klopfst Du?

  8. am 31 Mrz 2009 um 14:37 Daniela

    Ja, Männer! und Frauen! Ein tolles Thema, nö? ;-)
    Ich sage einfach: “Es gehören immer 2 dazu”
    So sinngemäß: einer, der tut und der andere, der tun lässt.
    Schon klar, es gibt auch Kompromisse in jeder Beziehung wie in der Familie, mit Kindern oder auch im Geschäft. Es ist auch keine Einbahnstrasse für einen Partner, beide sollen profitieren.
    So schafft man (und Frau!) eine Beziehung, mit Respekt gegenüber den anderen und Interesse für den anderen.

    @Mike
    Lieber Mike, ist es womöglich bei Dir ein übernommenes Muster? Ziehst Du immer den gleichen Frauen-Typ an? Hast Du schon jede Beziehung für Dich so analysiert?
    Es war eine kleine Anregung von mir!
    Ich hoffe, dass Du eines Tages die richtige Frau finden wirst ;-)
    Danke Frank für diesen sehr interessanten Beitrag
    Gruß an alle Feel-better-Leser…
    Daniela

  9. am 31 Mrz 2009 um 14:41 Dori

    Lieber Frank,

    diese Antwort erklärt alles! Wenn ich das jetzt erkannt habe, wie kann ich mich dann vor diesen “Flüchtlingen”, die sich aufgrund ihrer Verstrickungen mit dem Vater eine starke Frau suchen, schützen?
    Ich glaub, ich halte das dann lieber so wie Mike und bleibe weiter alleine ;-)

    Liebe Sonnengrüße

    Dori

  10. am 31 Mrz 2009 um 14:44 Frank Obels

    Daniela, ja, Frauen und Männer sind ein tolles Thema ;-)
    Sogar so toll, dass ich immer mehr zum Familien-Coach werde (was ich nie werden wollte) ;-)

    Grüsse

    Frank

  11. am 31 Mrz 2009 um 14:46 Frank Obels

    Dori,

    ganz einfach, Du gehst auf die Entspannungsstufe und “bestellst” Dir einen Mann, der seine familiären Verstrickungen bereits gelöst hat :-)

    Wobei ich allein sein auch prima finde, kommt darauf an, was es mit Dir emotional macht.

    Liebe Grüsse

    Frank

  12. am 31 Mrz 2009 um 14:54 Sofia

    Das mit der Flucht stimmt schon. Ich merke auch immer mehr bei Beziehungen, dass Männer “fliehen”, indem sie immer später von der Arbeit zurückkommen, ständig im Ausland oder auf Seminaren/Messen sind.
    Es sind auch sehr schöne Vorwände ;-)
    Und die Frauen müssen dann auch alles zuhause verwalten und übernehmen unbewußt auch noch die Vaterrolle!
    Der Vater hat irgendwann nichts mehr oder wenig zu sagen! Kein Wunder, dass die Frauen dann immer stärker werden. Diese Männer unterstützen sogar dieses Phänomen! ;-)
    Gruß. Sofia.

  13. am 31 Mrz 2009 um 15:20 Mike

    Anhand des Feedback im vergleich zu manch anderen Blogthemen scheint Frank in ein Wespennest gestochen zu haben ^^

    @Daniela
    Danke für die Anregung, nur im Moment ziehe ich es vor nicht zu suchen, Single zu bleiben und meine Freiheit zu genießen :)
    Was nicht unbedingt heißt alleine zu sein ;)

    Aber stimmt schon, irgendwie ziehe ich immer den gleichen Frauentyp an und das finde ich abschreckend.

  14. am 31 Mrz 2009 um 15:24 Frank Obels

    Ja, das Feedback ist auffallend :-)

    @Sofia: oops, ich glaube ich mache jetzt Feierabend, ich komme nämlich auch sehr spät nach Hause ;-)

    Greetings

    Frank

  15. am 31 Mrz 2009 um 16:22 Dori

    Lieber Frank,

    ich finde alleine leben (sein) supertoll. Wenn ich das nicht mehr toll finde, werde ich das ändern.

    L.G. Dori :-)

  16. am 01 Apr 2009 um 06:02 Andrea

    Heute was neues gelernt: Salami-Taktik.

    Hm.

    Ich möchte mal hoffen, dass ich diese Taktik nicht allzu oft anwende.

    Ich möchte hoffen, dass ich eher Zeit und Muse habe, meine Familie anders zu begegnen.

    Ich möchte wissen, dass mein Mann mich durch sein Arbeiten an sich selbst mich anspornt, an mich zu arbeiten. Nicht durch Drück, sondern durch Inspiration und Nachahmung.

    Ebenfalls das Gleiche mit meinen Kindern. Ich möchte, dass sie zu mir hochschauen und etwas von meinem Kuchen abschneiden wollen, das ich etwas habe, was sie begehren auch zu haben: Ruhe, Demut, Gelassenheit aber auch -ärmel-hoch-krempeln-, -das-nehme-ich-mir-vor-und-werde-es-auch-schaffen und -huch-wie-ist-das-Leben-schön- gespickt mit Durchhaltevermögen und Freude.

    Das Höchste, aber, was ich meiner Familie vermittlen kann ist dies: Wir sind jeder für sich ENTSCHEIDEND für unsere Schicksal. Wir haben alle eine eigene Wille und können, dürfen auch müssen ihn einsetzen!

    Sicherlich prägen unsere Herkunftsfamilien, manchmal sehr stark. Aber i.d.R. sind wir nicht Opfer unsere Erziehung, sonder Opfer unsere eigene Tränig- und Willenlosigkeit.

    Manifest Destiny, Carpe Diem… Feel Better!

  17. am 01 Apr 2009 um 09:07 Tina

    Vor zwei Jahren ist mein Mann geflohen, nämlich fremd gegangen ;-)
    Hat es dann mit mir zu tun? Womöglich!!!!
    Ich werde dann selbst darüber meditieren, mmmhhh ;-(
    Danke für die schöne Anregung. Tina.

  18. am 01 Apr 2009 um 09:13 Thomas

    Jetzt verstehe ich warum immer mehr Frauen Hosen anziehen! ;-)
    Wo ist die Zeit geblieben, wo die Frauen noch ein Kleid oder ein Röckchen trugen?
    Ja, ich bleibe auch wie Mike lieber Single ;-)
    Feel-Better. Thomas.

  19. am 01 Apr 2009 um 09:53 Frank Obels

    Mir fällt gerade eine Aussage von Roy Martina zum Thema Beziehungen ein:

    “unsere Seele will sich weiter entwickeln. Deshalb suchen wir uns Partner, damit wir “unsere Themen” weiterentwickeln können.

    Der Sinn einer guten Partnerschaft ist, dass sich die Seelen der Partner weiter entwickeln können!”

    Danke für Eure vielen Beiträge!



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