Der Ablauf einer Aufstellung – hier Familienaufstellung
August 14th, 2009 by Frank Obels
Sodele, es haben 3 Tage Holistisches Coaching begonnen und in diesem Modul geht es um Systemstellen.
Ich werde so oft gefragt, wie so ein Systemstellen abläuft.
Ganz einfach!
Da treffen sich Teilnehmer, die einander nicht kennen und jede/jeder von ihnen möchte ein Anliegen aufstellen. Zumeist sind dies unternehmerische oder berufliche Fragen. Gemäß dem Grundsatz “wie im Innen so im Außen” liegen die Probleme häufig im persönlichen Bereich, deshalb ist die Bedeutung des Familienstellens auch bei Organisationsaufstellungen immer von Bedeutung.
Meine Systemstellen-Workshops dauern drei Tage und während dieser Zeit stellen die Teilnehmer ihre Familien auf, mit fremden Menschen, die die Rolle eines Familienmitglieds “spielen”, mit allen Emotionen und mit allem Wissen.
Praktisch läuft das so ab:
die Person, die aufstellen will, sucht sich aus dem Kreis der Teilnehmer die Stellvertreter aus, die ein aufzustellendes Familienmitglied repräsentieren. Dann stellt diese Person die Stellvertreter in Position zueinander, ganz spontan, ohne Erklärungen, ohne zu sprechen.
Schliesslich steht das System und der Klient (die aufstellende Person) nimmt wieder Platz, denn auch für sie selbst wurde ein Stellvertreter gewählt. Der Klient ist also Zuschauer.
Dies hat große Vorteile gegenüber anderen “Therapierichtungen”, da der Klient auch nicht unbewusst ins Geschehen eingreifen kann.
Der Moderator (der Leiter der Aufstellung) befragt nun die einzelnen Stellvertreter, nachdem diese sich auf ihre Empfindungen ganz und gar eingelassen haben. Es geht dabei um die Wahrnehmungen der Stellvertreter. Schnell kommen mögliche Spannungen ans Licht.
Der Moderator beginnt, je nach persönlichem Stil, das System zu ordnen. Häufig lässt der Moderator “heilende” Lösungssätze sprechen, verleiht den Ordnungen also einen verbalen Ausdruck.
Am Ende einer Aufstellung kann eine neue Ordnung stehen, neue Plätze können gefunden worden sein. Diejenigen Verstrickungen (Verbindungen), die den Klienten viel Kraft gekostet haben oder ihn in immer wiederkehrende Situationen geführt haben (ihn gefangen gehalten haben), wurden geklärt, gelöst oder harmonisiert.
Das so genannte Lösungsbild kann der Klient noch besser in sich aufnehmen, wenn er am Schluss der Aufstellung selbst ins System geholt wird, also den Platz seines Stellvertreters selbst einnimmt.
Doch nicht nur der Klient “gewinnt” bei einer Aufstellung. Gemäß Resonanzgesetz werden häufig diejenigen Teilnehmer als Stellvertreter ausgewählt, die in Resonanz zu irgendeinem Aspekt der Aufstellung stehen und so über ihre Rolle selbst eine Harmoniserung erfahren.
Feel better!
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1 Kommentar to “Der Ablauf einer Aufstellung – hier Familienaufstellung”


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