Selbsthilfe: 5 einfache Übungen für mehr Selbstwert (3)

Mit etwas Verspätung geht es heute weiter mit dem Thema Selbstwert.

Willkommen bei Blogbeitrag Nr. 3 meiner Artikelserie:

5 einfache Übungen für mehr Selbstwert!

Heute möchte ich das Thema Selbstwert von einer anderen Warte aus betrachten. Würdest Du sagen, dass es ein Zeichen bedingungsloser Liebe ist, wenn Du Deinen eigenen Wert als gering ansiehst?

Viele Menschen betrachten es tatsächlich so:
wenn Du Dich selbst nicht liebst, kannst Du Dir auch keinen Wert beimessen!

Die heutige Übung ist daher eine etwas anspruchsvollere Übung in Sachen “sich selbst lieben”. Wenn Du diese Übung eine Weile regelmäßig übst, dann wirst Du erkennen, was es zu erkennen gibt.

Ich wünsche Dir viel Spass mit diesem Blogbeitrag!

 

Teile der Artikel-Serie “5 einfache Übungen für mehr Selbstwert”:

 

Was denkst Du von Dir? So funktioniert die Übung!

Schritt 1: Dein Körper

Du stellst Dich jeden Tag vor einen Spiegel und zwar völlig nackt. Wenn Du einen Kleiderschrank mit Spiegeltür hast oder einen Ganzkörperspiegel, dann ist das noch besser. Schaue Dich an, langsam von oben nach unten. Drehe Dich dabei, damit Du auch viel von dem siehst, was Du sonst eher nicht siehst.

Achte genau auf Deine Gedanken, auf Deine Gefühle!
Und sei ehrlich zu Dir – ganz ehrlich!
Gibt es Bereiche Deines Körpers, in die Du nicht verliebt bist?

Liebst Du Deinen Körper? Liebst Du Deine grauen Haare, Deine Warzen, Deine Hautunreinheiten, Deine Sommersprossen, Deine Nase, Deine Falten, Deine “Grübchen”? Betrachte Dir alles an Dir!

Bist Du in der Lage, alles an Dir liebevoll anzuschauen und anzunehmen?

Wenn Du dazu noch nicht in der Lage sein solltest, so ist das okay, es ist ja eine Übung – und Übungen brauchen halt Übung! ;-)

Gehe mit Deiner Aufmerksamkeit immer vom Ganzen zum Detail. Also zuerst schaust Du Dein gesamtes Spiegelbild an, dann einzelne Körperbereiche und dann ganz gezielt einzelne Details.

Wenn Du etwas an Dir nicht liebevoll anschauen kannst, dann schaue Dir tief in die Augen und zwar in das linke Auge – mehrere Minuten lang. Und nun lasse die Gedanken und Gefühle noch deutlicher aufsteigen, während Du Dir über den Spiegel weiterhin in die Augen schaust. Nimm die so genannten negativen Aspekte wahr, nimm Schmerzen wahr, nimm “Bewertungen” wahr.

Nun schaust Du, ob es bereits etwas an Deinem Körper gibt, das Du toll findest oder liebst. Schaue Dir wieder tief in die Augen, wieder mehrere Minuten lang. Mach die Liebe zu diesem Körperteil, zu diesem Aspekt, gross und nimm wahr, was Du wahr nimmst.
Warum bist Du in diesen Teil Deines Körpers so verliebt, warum findest Du ihn toll? Woher kommt diese positive Bewertung? Wo ist das Bewertungsschema in Dir, das Dich diesen Körperteil toll finden lässt?

Dann gehst Du wieder zu dem Teil von eben, den Du nicht liebevoll anschauen konntest. Woher kommt in diesem Fall die negative Bewertung? Nach welchen Kriterien bewertest Du?

Dann sage die nachfolgenden Sätze und zwar am besten laut:

Ich gehe jetzt in mein Herz, indem ich es sage, geschieht es!
Ich lasse alles los, was war, was ist und was sein wird!
Ich lasse alles los, was jemals über mich gesagt wurde, gesagt wird und noch gesagt werden wird!
Ich nehme mich von Herzen in meinem Herzen an!
Ich erlaube das freie Fliessen aller Ströme in mir!

Du kannst Dir die Sätze mit einem Post-it an den Spiegel “beppen” und ablesen.
Wichtig ist, dass Du spürst, was Du sagst!

Mit dieser Übung lernst Du, Dich jedes Mal etwas mehr zu lieben, mehr anzunehmen und mögliche Bewertungen von anderen Menschen loszulassen!

Schritt 2: Situationen und Lebensumstände

Erst, wenn Du Schritt 1 wenigstens mal 10 Tage gemacht hast, kannst Du nun die Übung ausweiten. Schau Dir Deine Lebensumstände an, wie Deinen Körper. Was denkst Du über Dich als Lebenspartner, als Arbeitnehmer, als Unternehmer? Wie ist Deine finanzielle Situation, Deine gesundheitliche Lage, wie bist Du zufrieden mit Deiner Sexualität, mit Deiner Rolle als Frau oder Mann, mit Deinen Eltern, mit Deinem Lebenspartner, mit Deinen Kindern?

Scanne Dein gesamtes Leben durch. Was findest Du toll an Deinem Leben und was nicht?
Dann führe die Übung in Analogie zu Schritt 1 durch. Achte darauf, woher Dein Bewertungsschema kommt.
Sprich wieder die Sätze!

Jeden Tag!

 

Diese Übung kannst Du locker mal über Monate oder Jahre machen!

Selbst wenn Du zunächst nur Schritt 1 machen solltest, es wird etwas Wunderbares geschehen: Du wirst ganz kleine und mit der Zeit immer etwas größere Schritte hin zu Deiner Selbstliebe machen und der Erkenntnis, dass Du eines Tages keine Begründung brauchen wirst, um Dich selbst zu lieben.
Dann liebst Du Dich bedingungslos und dies ist die Grundlage alles Seins, auch die Grundlage Deines Selbstwerts.

Es braucht nur eins: dranbleiben und immer wieder üben!

So wird sich in Dir die Gewohnheit entwickeln, immer mehr an Dir zu lieben und immer öfter etwas über die Bewertungsparameter in Dir zu erfahren. Mit den Sätzen wirst Du immer stärker in den widerstandslosen Fluss kommen.

All’ dies ist eine echte Wohltat, für Dich, für die Liebe, die Du für Dich empfindest und Deinen Selbstwert.

 

Alles klar?

Nackt sein ist übrigens das Symbol für das Ablegen der Verkleidungen des Aussen und es ist das wahrscheinlich wichtigste Signal an Dein Unterbewusstsein, die wahren Informationen im Eisberg zeigen zu dürfen. Nur so kannst Du Dich wirklich erfahren!

Diese Übung ist nur dann wertvoll, wenn Du sie auch durchführst!

Führe ein Tagebuch wenn Du möchtest, denn viele Gedanken und Gefühle, die Du haben wirst, hattest Du so vielleicht noch nie!

Ich wünsche Dir viel Spass mit dieser Übung!
Du kannst gerne über Deine Erfahrungen hier via Kommentar schreiben.

5 einfache Übungen für mehr Selbstwert – Fortsetzung folgt!

FEEL BETTER!

 

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Frank Obels

Frank Obels ist Berater, Coach und Trainer im Bereich Business-Psychologie und Persönlichkeitsentwicklung. Du findest ihn auch auf Google+ und Facebook.

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