Kinder-Mentaltraining – unwichtig?
September 16th, 2008 by Frank Obels
Mentaltrainer gibt es wie Sand am Meer und scheinbar gibt es für mentale Themen einen Markt. Ja, einen Erwachsenen-Markt!
Ich habe gerade mal Google bemüht und das Angebot an Kindermentaltrainings in Deutschland ist sehr dünn. In der Schweiz (dank Mr. Ackermann) und in Österreich sieht das Angebot etwas besser aus.
Ist Kindermentaltraining so unwichtig?
Mental gut drauf zu sein, seine geistigen Fähigkeiten optimal zu nutzen, emotional ausgeglichen zu sein, sich sicher zu fühlen, ohne Angst durchs Leben zu gehen – jeden Tag können wir in den Medien verfolgen, wie gerade diese Eigenschaften in Sport, Politik und Wirtschaft die wesentlichen Erfolgsfaktoren für uns Erwachsene sind!
Und unsere Kinder?
Wer zeigt unseren Kindern, wie man mental gut drauf ist, seine geistigen Fähigkeiten optimal nutzt, emotional ausgeglichen ist, sich sicher fühlt und ohne Angst ist – um so in Schule & Freizeit erfolgreich zu sein?
Brauchen unsere Kinder dieses Wissen nicht genauso dringend wie wir Erwachsenen?
Kann mich mal bitte jemand aufklären? Gibt es da wirklich kein “ausreichendes” Angebot? Habt Ihr Eure Kinder schon mal zu einem Kindermentaltraining gebracht? War es okay? Oder habt Ihr Euch noch nie Gedanken darum gemacht?
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8 Kommentare zu diesem Beitrag!

Hallo Frank,
darüber habe ich mir so noch nie Gedanken gemacht. Ich habe selber einen Sohn von sechs Jahren, und ich frage mich, ob nicht jedes Elternteil Mentaltrainer seiner Kinder sein sollte.
Ein Kurs für Eltern, in dem vermittelt wird wie man ein optimaler Mentaltrainer für seine Kinder sein kann fände ich spitze.
Außerdem denke ich dass ausgeglichene, glückliche und liebevolle Eltern fast schon optimale Mentaltrainer für ihre Kinder sind.
Liebe Grüße,
Stefan
Hi Stefan,
was glaubst Du: wie viel Prozent der Eltern sind ausgeglichene, glückliche und liebevolle Eltern?
Wenn das die Mehrzahl ist, dann freut mich das
Wären Eltern für ihre Kinder Mentaltrainer, so wäre das toll!
Danke für Dein Feedback
Frank
Ich habe keine Kinder, aber ich werde versuchen mit meinem Kind so unzugehen damit sie alles von mir lernen sollen und dass ich fuer ihnen die einzige bin die sie Mental trainert, also sie sollen sich nicht von anderen Seiten beeinflussen lassen. Gruesse
Hi Frank
Meine Frau und ich praktizieren beide Mentaltraining und wir haben zwei Kinder. Wenn wir uns dann “beklopfen” oder in Alpha gehen, heisst es schon mal: “macht ihr wieder eures heilige Zeug”.
Unsere Erfahrung die wir gemacht haben: am Anfang, als wir Mentaltraining gelernt haben und so begeistert waren, haben wir unsere Kids schon mal gefragt, ob sie mitmachen wollen – das kam dann nicht so gut an
Jetzt leben wir es nur noch vor und da kann es schon mal sein, dass eine unserer Töchter kommt und fragt, ob wir helfen können (meistens mit Klopfen). Dieser Zeitpunkt kommt aber erst, wenn der Schmerz oder das Problem gross genug ist. Vorbeugend wird leider nichts gemacht. Aber so sind ja die meisten Erwachsenen auch
Dieses Jahr fuhr die ganze Familie zum Ackermann Mentaltraining. Die Jüngere war begeistert, die Grosse wollte nicht so richtig. Heute, ein halbes Jahr später, hören wir immer wieder mal, wie die Dreifinger-Technik gewirkt hat – bei beiden
).
Mein Fazit: Das was man macht und für gut befindet einfach nur vorleben, ohne Druck zu erzeugen. Das Kinder Mental-Training muss auf jeden Fall auf freiwilliger Basis besucht werden. Alles andere ist Geldverschwendung. Im Training werden dann vielleicht 1 – 2 Techniken die gefallen mitgenommen und ausprobiert. Sicherlich schon viel mehr, als wir in diesem Alter gewusst haben
.
Man kann die Kinder nicht zu ihrem Glück (oder Unglück) zwingen. Sie haben wie wir, in diesem Leben auch ihre Aufgabe zu lösen, ob mit oder ohne Mentaltraining.
En liebe Gruess
Joe
Jo Ihr,
vielen Dank für Eure Beiträge
Interessante Aspekte, die Ihr da schreibt!
Feel better
Hallo Frank & alle,
Ich habe eine 6jährige Tochter. _Ich_ brauche Mentaltraining. Sie nicht. Was ich bei ihr täglich an Kreativität, Selbst-Bewusstsein, Klarheit, Zielsicherheit usw. beobachten kann – das ist für mich so ziemlich das beste Training, das ich je hatte.
“Man kann die Kinder nicht zu ihrem Glück (oder Unglück) zwingen.” Ich kann nicht und ich brauche auch nicht. Das ist genau der Punkt, wo ich für mein Leben angesetzt habe. Ich unterstütze meine Tochter darin, was sie selbst will. Ich schaue, dass es mir selbst dabei gut geht, dass ich selbst immer glücklicher lebe.
Seit ich das Erziehen losgelassen hab, und mein Kind nicht mehr mit aller Kraft dazu bewegen will, Dinge zu tun, die ich oder andere Erwachsene wollen, geht es mir um Längen besser.
Sollte meine Tochter einen konkreten Aspekt ihres Lebens ändern wollen, könnte ich sie darauf hinweisen, dass es Mentaltraining dafür gibt. Ob sie das dann will, werde ich sehen. Ich könnte mir z.B. gut vorstellen, dass sie sich in ein paar Jahren dafür interessiert, wie sie am schnellsten und effektivsten eine neue Sprache lernen kann. Aber vielleicht verbringt sie dann auch einfach ein paar Monate in dem entsprechenden Land und macht Live-Training.
Im Moment scheint es mir einfach nicht notwendig, sie zu trainieren. Sie weiß viel besser als ich, was gut für sie ist, was sie jetzt optimal lernen kann, was sie braucht und was dran ist. Sie will in Harmonie mit uns und mit ihren Freunden leben, sie will immer mehr lernen und Neues erkunden. Die Werkzeuge dazu sind Freiheit, Begleitung und Rückzugsmöglichkeiten. Alles andere geschieht von allein. Für mich ist so sehr viel Arbeit, Anstrengung und Zeitaufwand unnötig geworden. Mehr Zeit zum Spielen und Betterfeelen
.
Unendlich wertvolle Anstöße für diese Art zu leben, habe ich bei http://www.unerzogen.de bekommen.
.
Vorsicht – Gefahr von Lebensveränderung
LG
Lisa
Lieber Frank,
vielen Dank für Deinen schönen und für mich sehr interessanten Blogeintrag.
Kinder gelangen (bis zum Eintritt der Pubertät) ohne weiteres auf die Alpha-Ebene, wenn sie ihre Augen schließen und ich habe beobachtet, dass Kinder die mentalen Fähigkeiten sehr viel leichter und müheloser erlernen als Erwachsene.
Ich habe zwei Kinder (16w+11m) und habe mit den Beiden (und auch vielen Freunden) sehr positive Erfahrungen mit dem Gefühl für eigene Intuition machen dürfen.
Meine Kinder können sehr gut voraus fühlen und wenden das (sehr praktisch) aktiv an, um sich eine bevorstehende Ex in der Schule zu erfühlen und zum richtigen Zeitpunkt darauf vorzubereiten.
Auch was das Selbstwertgefühl betrifft ist meine Erfahrung mit Kindern, die ihre mentalen Fähigkeiten kennen uneingeschränkt positiv.
Zum äußeren Zeichen der subjektiven Fähigkeit habe ich meinen Kindern gezeigt wie man Löffel verbiegt…und dadurch haben sie sehr anschaulich begriffen, dass sie zwar nicht alles können…aber alles lernen können.
…die Konsequenz meiner Erfahrung ist natürlich vielen Kindern den Zugang zur subjektiven Dimension zu ermöglichen…und das ist auch mein nächstes Projekt.
Sonnige Grüße aus dem momentan sehr kalten Isartal,
besser und besser,
Gaba
Hallo Frank
Sehr interessante Frage einerseits – und sehr interessante Antworten Deiner Leser – andererseits.
Ich denke, dass es auch in Deutschland gute Institutionen für Kinder gibt. Zum beispiel die DVDs, Bücher und Seminare von Vera F. Birkenbihl – oder das Silva Kinderseminar (http://www.silva meth.at/kinderinfo.php).
Vielleicht wäre es auch gar nicht so schlecht, wenn wir uns von den Kindern mental ein bisschen mehr inspirieren lassen würden.
Herzliche Grüse
Peter