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Ich treffe häufig Menschen, die nicht so recht in ihrem Leben weiter wissen. Bei den einen läuft es beruflich nicht so toll, die anderen leisten sich den Luxus ungesunder Beziehungen, bei anderen läuft die Firma nicht, andere sind halt “nur” krank.

Hinter all dem steckt eigentlich nur eine Besonderheit:

das Leben dieser Menschen ist in einem oder mehreren Teilen so, dass es von der jeweiligen Person abgelehnt wird. Es wird also als bedrohlich, als Schmach, als Schande, als gefährlich oder wie auch immer angesehen. Und ständig kreisen die Gedanken dieser Menschen um die unerwünschte Situation.
Damit geben diese Menschen immer noch mehr Energie in das Ungewollte und es wächst und gedeiht gar prächtig.

Was tun?

Nun, ich habe kein Patentrezept, aber die nachfolgenden Punkte haben mit sehr geholfen und viele meiner Kunden und Freunde sind damit einen wesentlichen Schritt vorangekommen.

1. Loslassen

Dieses Wort wird so häufig benutzt und doch so wenig verstanden. Deshalb erzähle ich Euch mal, was Loslassen tatsächlich bedeuten kann.
Es gab eine Zeit, da lief meine Firma richtig schlecht, sie lief eigentlich gar nicht. Ich erfand tausend Begründungen, warum es nicht sein durfte, dass ich diese Firma verliere. Ja, ich redete mir die Begründungen sogar so lange ein, bis ich sie fast tatsächlich glaubte.

Roy Martina hat mir eine Methode gezeigt, mit der man Loslassen richtig lernt. Wer die Coaching-Ausbildung bei mir im Oktober beginnt, lernt das ganz genau.

Es geht im Prinzip darum, sich mit dem Gedanken abzufinden, dass man etwas nicht mehr hat. Firma, Ehepartner, Kinder, Auto, Haus, … – was wäre, wenn alles von heute auf morgen nicht mehr da wäre.
Das ist ein Hammer, wenn man dies alles loslassen können soll.

Es sind die Dinge, mit denen unsere tiefsten Emotionen verknüpft sind und von denen unser Glück abhängt.

Ich war also dank der Übung schliesslich bereit, meine Firma loszulassen, brachte alle Unterlagen in Ordnung und setzte die diversen Schreiben auf, um die deutschen Behörden über meine Geschäftsaufgabe zu informieren. Ich war bereit!

Worte können nicht ausdrücken, mit welchen Emotionen dies für mich verbunden war. Und doch sagte in der größten Not eine Stimme zu mir: “Du wirst es nicht verlieren, aber Du musst in der Lage sein, es jederzeit verlieren zu können!”

Das entspricht meinen Spruch: “Wenn Dein Glück davon abhängt, wird es Dich ruinieren”.

Viele Menschen belügen sich bei dem Thema Bereitsein. Wenn die Seele, das Universum, wie auch immer ihr das nennen wollt, Eure Lüge entdeckt, macht es weiter mit dem Leid, bis Ihr entweder die Selbstlüge erkennt und ändert oder die Sache tatsächlich verliert.

Indem ich also bereit war loszulassen, änderte sich die Situation sofort. JA – SOFORT!
Es dauerte genau 24 Stunden!

2. Die Klappe halten (Stille)

Damit ist auch die gedankliche Klappe gemeint. Wir reden und denken uns permanent in die Jauchegrube. Was wäre, wenn es eine innere Führung in uns gäbe, die fortlaufend uns die besten Tipps für ein sensationelles Leben geben möchte, aber wir sie nicht hören, weil es in unserem Kopf so laut ist?

Diese innere Führung gibt es und sie ist absolut zuverlässig. Nur müssen wir, um sie zu hören, etwas leiser werden und aufhören, immer nur an unser Pseudo-Leid zu denken.

Es gibt in uns viele Stimmen. Ich sage deshalb immer: “Nimm den allerersten Gedanken.”
Tatsächlich meldet sich die innere Führung mit einem Gedanken oder einem Gefühl und direkt im Anschluss meldet sich unsere Zweifler-Ratio und verwirft diesen Gedanken mit allerlei “Logischem”.
Du kannst das trainieren, auf Deine innere Stimme zu hören. Werde einfach stiller.

3. Vertrauen

Das Leben funktioniert sehr einfach: es zeigt uns immer nur den nächsten Schritt. Egal, ob ich als Moderator ein Systemstellen-Seminar leite oder als Therapeut ein umfangreiches Coaching durchführe – ich habe zu Beginn keine Ahnung, wo das enden wird.
Daraus entsteht eine enorme Power, denn ich brauche mich um nichts zu kümmern, ausser auf den Hinweis für den nächsten Schritt. Ich kann mich ganz und gar dem Moment hingeben.
Wenn wir in dieses Leben treten, dann “vergessen” wir alle früheren Erfahrungen. Warum?
Damit wir die Kraft des Augenblicks erleben können, im Hier und jetzt leben können. Deshalb funktioniert das Leben schrittweise. Darauf können wir vertrauen!

Wer nicht vertrauen mag, hat ein Feedback-System bekommen, unsere Gefühle. Über unsere Emotionen können wir erkennen, ob etwas “auf dem Weg liegt” oder nicht. Das hat nichts mit der Aussenwelt zu tun.

Wenn Du also richtig in der Jauche sitzt, dann kannst Du nicht nur einfacher loslassen, Du kannst auch einfacher etwas neues ausprobieren, ihm vertrauen. Du hast ja kaum noch was zu verlieren.

Also: vertraue dem Leben und geh einfach mal den Schritt, den Dir Dein Herz, Deine innere Stimme, empfiehlt. Es ist nur ein Schritt.

Vertrauen entsteht aus guten Erfahrungen, also gönn Dir mal solche guten Erfahrungen!

::

Sodele, das war es für den Moment.

Ich könnte noch kilometerlang schreiben, aber mach einfach mal diese Erfahrungen, dann kommt der nächste Schritt. Der besteht dann darin, das zu finden, was Fülle schafft, was Dich erfüllt.

Doch davon ein ander Mal.

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5 Kommentare zu diesem Beitrag!

  1. am 07 Aug 2008 um 10:19 Sona

    Hallo, ich habe irgendwann zu diesem Thema 2 schöne Sätze gefunden, die bei mir täglich auf dem Bildschirm erscheinen:

    Ich habe nicht versagt, wenn ich etwas nicht schaffe, es ist eine Glanzleistung, weil ich es versucht habe!

    Loslassen bedeutet Verabschieden – wohlwissend, dass bereits etwas Besseres darauf wartet, den frei gewordenen Platz einnehmen zu dürfen!

    danke für diesen Blog
    Liebe Grüße
    Sona Kocianova

  2. am 07 Aug 2008 um 11:36 Norbert

    Ja Frank, das mit dem Vetrauen.
    Da schwebst du 9 Monate im Wohlgfühl.
    Dann wirstdu mit einem Ruck in die nackten Realalität geschubst.
    Der härteste Brocken im Leben.
    Da liegt es hinter uns, das Vertrauen.

    Die innere Klappe halten, das ist ein wesentlicher Baustein im Leben. Denn die Ideen kommen aus der Stille.

    Den nächsten Schritt können wir nicht genießen, weil wir Gedanklich schon ein paar Schriite vorauseilen.

    Heute ist ein toller Tag. Es ist heiß und ich warte mal auf den nächsten Schritt, und bleibe dabei ganz still und das im Vertrauen. :-)

  3. am 07 Aug 2008 um 13:16 Mr. Entspannung

    Hi Sona,

    womöglich hast Du diese Sätze hier im Feel better Blog gefunden?

    :-)

    Liebe Grüsse

    Frank

  4. am 07 Aug 2008 um 13:19 Mr. Entspannung

    Norbert,

    da fallen mir 2 Gedanken zu ein:

    1. war es wirklich Wohlgefühl (oder war es nur eingeredet)?

    2. das Leben bedeutet Veränderung und jedes Thema (Brocken) kommt dann zum Vorschein, wenn Du bereit bist (im Sinne von genügend entwickelt), um es zu lösen.

    Insofern ist doch alles prima, der nächste Entwicklungsschritt wartet :-)

    Greetings

    Frank

  5. am 08 Aug 2008 um 15:20 Sona

    Kann sein, dass ich diese Sprüche im Feel better Blog gefunden habe – ich bin sehr oft Gast in diesem Blog ung lerne viel und genieße einfach diese Seite, nochmals danke



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