Was ist gerade wichtig? Was ist die Bedeutung?
September 17th, 2009 by Frank Obels
Spreche ich mit Menschen, die gerade Beziehungsprobleme haben, dann ist das Thema Beziehungen für sie am wichtigsten. Spreche ich mit Menschen, die Geldprobleme haben, dann ist das Thema Geld wohl derzeit das Wichtigste.
Ist also immer das “Nicht-Haben” für uns am wichtigsten?
Haben wir es dann, sind also im “Haben-Zustand”, dann ist das Thema erledigt, ein anderes “Nicht-Haben”-Thema rückt in den Vordergrund.
Ist es dabei nicht so, dass diese Themen erst einmal ohne generelle Bedeutung sind und wir ihnen eine Bedeutung geben?
Und wenn das, worin wir Energie geben, wächst – geben wir dem “Nicht-Haben”-Thema dann nicht das Etikett “Mangel” und vergrössern den Mangel so?
Ich bin derzeit sehr erstaunt, wie viele Menschen das Gesetz mit der Energie kennen und dabei doch gerade Energie in das geben, was sie nicht wollen. So wird das, was sie nicht wollen, immer größer.
Wäre es möglicherweise clever, zu erkennen, dass generell alles um uns herum ohne Bedeutung ist und erst wir einem Thema eine Bedeutung geben? Indem wir etwas als gut oder schlecht bewerten, geben wir die entsprechende Energie in das Thema.
Eine erste Lösung: Dankbarkeit!
Damit gebe ich Energie in das, was ich bereits als “gut” ansehe und so kann es wachsen.
Es geht noch besser: die Dinge des Lebens annehmen wie sie sind – ohne Bewertung.
Das kann man üben!
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4 Kommentare zu diesem Beitrag!

Zitat Frank:
“Wäre es möglicherweise clever, zu erkennen, dass generell alles um uns herum ohne Bedeutung ist und erst wir einem Thema eine Bedeutung geben?”
Ich denke da zuerst als allersersten Gedanken: “Wenn wir’s erkennen, dann hatte das für uns bereits VOR dem Moment der Be(ob)achtung seine Wichtigkeit, als zu lernende Lektion oder sonstwas. Wenn wir “etwas” erkennen, dann weil wir es auch er-kennen wollten, es kennen lernen wollten, langsam als unsere Realität akzeptieren. Für mich hat alles um uns herum seine Bedeutung, sonst würde ich völlig andere Eigenschaften und Merkmale und Eigenarten wahrnehmen. Ich muss doch damit in Resonanz stehen, sonst würde ich’s nicht erkennen.
Hab ich Deine Frage/Einladung so richtig verstanden?
Saluti e un abbraccio dal professore,
Fabrizio
“Tricky” am Nicht-Bewerten ist, dass unser liebes Gehirn die Tendenz hat, allem einen “Wert”, eine Bedeutung, eine Assoziation zu geben. Hab ich zumindest mal irgendwo gelesen
Zeitgleich denke ich an den tibetischen Buddhismus, der das Leid, das unserem Ego (unserer Persönlichkeit, unsere Identität, unsere Besitztümer, unsere Konzentration auf das, was wir nicht haben, statt auf das, was wir haben, Fokus auf wer wir wirklich sind und nicht, was wir in den Augen anderer vorgeben möchte zu sein, uns von der Meinung anderer nicht beirren lassen, usw) entspringt, als Hauptgrund für “samsara”, den Lebens-und Todeskreislauf, beschreibt. Indem wir uns vom einengenden Ego lösen, lösen wir uns auch von diesen Eigenschaften, die erst unser “Leid” ausdrücken, also das Gefühl des Mangels, das wir mit Konsum u.a. kompensieren möchten.
Das Gefühl der Trennung ist rein illusorisch, das begreift mein Verstand. Und doch: mal ehrlich, wer fühlt sich nicht manchmal so alleine, als wäre er der einzige Mensch auf der Erde?
Trennung ist also gleich Mangel. Armutsbewusstsein, wie wir letzten Abend öfters festgestellt haben. Mehr, als uns lieb ist. Insofern macht Deine Argumentation absolut Sinn, Frank.
Konnte ich mein morgendliches Geblubber einigermaßen verständlich verpacken?
Grüße, Fabrizio
So viel kannst Du schon am frühen Morgen schreiben?
Und auch noch so “gscheit”?
Fabrizio! Wow!
Also insbesondere Dein zweiter Kommentar trifft es, was ich “nebenbei” sagen wollte.
Und ich merke halt jeden Tag, dass wir im Alltag, besonders wenn es gerade mies läuft, das Bewusstsein für viele Erkenntnisse verlieren.
Deshalb bin ich mit meinem Trainingsprogramm ja so happy gewesen und ich durchlaufe es jetzt sogar selbst wieder.
Greetings mon cher
Fabrizio
ich kann morgens noch ganz andere dinge
z.b. figürchen aufstellen und so…was denn sonst??