LOSLASSEN – wie gehst Du mit dem Thema Tod um?
Juni 28th, 2011 by Frank Obels
Für die meisten Menschen ist das Thema Tod kein sehr angenehmes Thema.
Time of departure habe ich es in diesem Artikel genannt. Wieso ist das mit dem Tod so unangenehm? In diesem Artikel teile ich mit Dir ein paar Beobachtungen zu diesem Thema.
Ein geliebter Mensch ist nicht mehr da
Stell’ Dir das mal vor: Plötzlich ist ein geliebter Mensch nicht mehr da – zumindest mal körperlich. Vielleicht ist es der Lebenspartner oder ein Elternteil. Was macht das mit uns? Häufig bereitet es uns Schmerzen und hinterlässt eine stark gefühlte Leere. Schon als kleine Kinder konnten wir dieses Phänomen bei unseren Eltern kennenlernen. Dieses “Gelernte” wenden wir später selbst an, wir erinnern uns an das assoziierte Gefühl und befinden uns in ähnlichen Emotionen.
Dann ist da noch die Endgültigkeit. Es gibt keine Hoffnung mehr, der geliebte Mensch ist endgültig weg. Keine Chance mehr auf Wiederkehr, zumindest nach “klassischem” Weltbild. Wir mögen dieses Thema “Ende” nicht, weil es für uns die stärkste Veränderung ist.
Auch die Mitmenschen haben “ein Problem”
Manche Menschen wissen nicht, wie sie mit dem Thema umgehen sollen, egal, ob für sich selbst oder sogar, wenn andere Menschen einen Verlust zu betrauern haben. Auch das zeigt eine gewisse Hilflosigkeit im Umgang mit dem Thema Tod.
Geht es dem verstorbenen Menschen jetzt besser?
Viele Menschen fragen sich das höchstens mal, um sich selbst etwas zu trösten. Stellen wir uns einen Menschen vor, der die letzten Monate sehr gelitten hat, bevor schliesslich seine Zeit für die Abreise kam. Feiern möglicherweise andere Kulturen auch deshalb den Tod, weil es der verstorbenen Person dort, wo sie ist, besser geht und sie sich darüber freuen?
In wie weit können wir uns überhaupt noch von unserer Ego-Identität in einem solchen Moment lösen und wirklich an den Menschen denken und was für diesen Menschen das Beste sein könnte?
Könnten die Menschen, die die Meinung vertreten, es sei reiner Egoismus, dass wir nur an uns denken, wenn wir auf den Tod eines Menschen so heftig reagieren, recht haben? Könnten wir uns mit einem verstorbenen Menschen von Herzen freuen, dass dieser Mensch “nach Hause” gegangen ist?
Und Dein eigener Tod?
Bei so vielen negativen Emotionen und Assoziationen mit dem Thema Tod, wäre es da verwunderlich, wenn wir, tief in uns, unbewusst, Angst vor dem Tod hätten? Es gibt Psychologen, die zu wissen glauben, dass jede Angst, die wir haben, letztendlich eine Angst vor dem Tod ist.
Frage Dich einmal selbst: wie würde es sich für Dich anfühlen, wenn Du morgen früh erfahren würdest, dass Du morgen abend sterben würdest? Was wäre Deine erste Reaktion?
Und könnte es sein, dass das Thema Tod auch etwas mit dem Thema Loslassen zu tun hat? Loslassen des Lebens, Loslassen von geliebten Menschen.
Das Zauberwort Loslassen noch aus einem anderen Blickwinkel
Nach meinem Weltbild kann eine Seele nicht ins Licht, also nach Hause gehen, wenn sie von den Hinterbliebenen durch starke Emotionen, insbesondere Schuldgefühle, festgehalten wird. Das muss eine echt üble Situation sein. Ich habe schon einige Seelen erlebt, die so sehr gelitten haben, bevor ich Ihnen den Weg ins Licht zeigen konnte und sie von den Verflechtungen mit den noch Lebenden befreien konnte.
Manchmal scheint auch die Seele selbst festzuhalten, weil sie noch nicht alles erledigt hat, was sie erledigen wollte.
Auch hier dreht es sich nur um das Thema Loslassen, halt auf einer höheren Ebene!
Wenn es vorbei ist, dann lass los
Egal, ob wir von Verstorbenen, Unternehmenspleiten oder dem Ende von Beziehungen sprechen – Loslassen ist das einfache Zauberwort. Leid entsteht häufig nur dadurch, dass wir festhalten.
Gönne es Dir, das Loslassen zu üben.
Loslassen führt zu einer Ausdehnung Deines Energiefeldes und es erhöht Deine Fähigkeit, dann zu handeln, wenn es richtig ist.
(Richard Bartlett)
Du kannst nur loslassen, womit Du in Frieden bist
Da sprechen wir von 2012 oder von Loslassen als einem der wichtigsten Erfolgsfaktoren und das Thema Tod sparen wir aus? Es gibt in diversen Mentaltraining-Richtungen solche Erkenntnisse:
Du kannst nur loslassen, was Du liebst!
oder
Du kannst nur loslassen, womit Du in Frieden bist!
Ist LOSLASSEN also einfacher gesagt als getan?
2 einfache Schlüssel, um wirklich LOSLASSEN zu können
Schlüssel 1: Verantwortung übernehmen
Wir wissen es eigentlich seit langem und nun beweist es uns die moderne Quantenphysik:
alles, was wir erleben, haben wir selbst (mit)erschaffen!
Das ist eine ausgesprochen unangenehme und viel diskutierte “Wahrheit”. Wenn Du einen Menschen durch den plötzlichen Tod verlierst und Du bist mit diesem Menschen noch nicht im Reinen, dann hast Du das erschaffen?
Klingt nicht sehr erfreulich, oder?
Im Holistischen Coaching lernen die Teilnehmer, das eigene Lebensdrehbuch auf Seelenebene umzuschreiben und Karma zu löschen – Voraussetzung ist lediglich, Verantwortung zu übernehmen. Das sagt sich leicht. Doch nur, wenn es aus dem Herzen heraus geschieht, ist es Verantwortung.
Schlüssel 2: Vergebung
Vergebung ist ein Thema, das viele Menschen “übersehen”. Kann ich mir selbst oder einem anderen Menschen vergeben? Da verlässt der Vater plötzlich den Sohn, beide haben jahrelang nicht miteinander gesprochen. Kann der Sohn sich dafür vergeben? Kann er dem Vater dafür vergeben?
Wenn wir uns selbst nicht vergeben können (davon sind unbewusst sehr viele Menschen betroffen), dann können wir Situationen oder Menschen nicht loslassen.
Wenn wir anderen Menschen nicht vergeben können, dann halten wir sie ebenfalls fest. Also auch kein Loslassen.
Und was kommt nach dem Loslassen?
Die Antwort ist einfach: wenn Du losgelassen hast, kann das Neue beginnen. Vielleicht beginnst Du plötzlich mal wundervoll zu leben. Oder Du erkennst die Schönheit der Natur. Oder wie wundervoll Dein Lebenspartner ist. Oder wie schön es ist, sich mit anderen Menschen auszutauschen.
Möglicherweise beginnst Du Deine Talente zu entdecken und sie zu entwickeln, um Dir dann Deinen Lebenstraum zu erfüllen.
Es gibt unendliche Möglichkeiten!
Du kannst sogar Dein Bedürfnis loslassen, die “richtige” Möglichkeit wählen zu “müssen”.
Je mehr Du loslässt, um so mehr wirst Du Du selbst
Das gilt auch für jene Seelen, die noch “erdgebunden” unterwegs sind, weil sie etwas nicht losgelassen haben oder von anderen Menschen festgehalten werden. Diese Seelen können erst sie selbst werden, wenn sie frei sind.
Ich wünsche Dir, dass Dich dieser Beitrag etwas inspiriert, das Thema Tod und das Thema Loslassen einmal näher zu betrachten, insbesondere, was dieses Thema wirklich mit Dir macht. Denn wenn Du es nicht mehr verdrängst, dann gibst Du keine Energie mehr hinein und so wächst da nicht etwas, was Du gar nicht willst.
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2 Kommentare zu diesem Beitrag!

Lieber Frank,
das ist wieder ein Beitrag mit richtig Tiefgang, wenn man länger darüber nachdenkt!!
Der Schlüssel ist wie Du richtig schreibst – LOSLASSEN.
Loslassen ist bei vielen Themen der Schlüssel zu mehr Lebensfreude.
Jedoch nach meiner Erfahrung mit dem Tod, besonders bei Elternteilen wie Vater oder Bruder, funktioniert das loslassen erst, wenn alle Themen zwischen den jeweiligen Personen auch aufgelöst sind und zwar nicht nur oberflächlich sondern richtig gründlich und mit Tiefgang.
Dann geht zum Schluß das loslassen fast von ganz alleine.
Das gilt natürlich auch für allen anderen Themen, die sehr stark mit Gefühlen und Emotionen beladen sind.
Liebe Grüße Peter
Lieber Frank,
ich hatte früher überhaupt keinen Bezug zum Thema Tod. Habe es wie wohl so viele gemieden, mich damit zu beschäftigen. Erst nachdem ich mich mehr mit den Themen Spiritualität, Inkarnation, Seelen etc beschäftigt habe, konnte ich mich dem Thema Tod nähern.
Ich habe eine feste Überzeugung, dass wir dahin zurück gehen, wo wir herkommen, d.h. in unser Seelenzuhause und wir dort unsere Seelenpartner auch alle wieder”sehen”.
Das macht für mich das Thema Tod friedvoller, allerdings habe ich auch noch keinen mir sehr nahestehenden Menschen “verloren”.
Auch ich habe schon einige Seelen begleiten dürfen, dass sie endlich endlich gehen dürfen. Hier sehe ich es wie du, loslassen (was nicht gleichbedeutend mit nicht trauern ist) und gehen lassen, damit man selbst seinen Frieden findet und auch die Seele der Verstorbenen Frieden finden können. Das ist ein echtes Geschenk.
Von Herzen alles Liebe
Claudia