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Viele Menschen haben das Bedürfnis mit anderen Menschen etwas zu klären. Und viele dieser Menschen reagieren “un-positiv”, wenn der andere Mensch gar keinen Bedarf hat, etwas zu klären.

Mir hat einmal ein Mentaltrainer gesagt:
“Wenn andere Menschen etwas mit Dir klären wollen, dann wollen sie sich Dir erklären, Dir also eine Information geben. Sie können sich nicht vorstellen, dass Du gar keine Verwendung für diese Information hast. Dass Sie Dir eine Information geben wollen, hat mit ihnen zu tun, nicht mit Dir. Also hat auch ihre Reaktion auf Dein Nicht-Interesse an ihrer Information etwas mit ihnen zu tun, nicht mit Dir!”

Oder wie es Roy Martina sagt:
“Nimm nichts persönlich!”

Ich möchte das sogar noch etwas ausdehnen:
Wenn Dein Leben gerade nicht so läuft oder ein Schicksalsschlag oder Schmerz Dich begleitet, dann nimm auch das nicht persönlich.

Das Leben möchte Dir möglicherweise eine Information geben – Du entscheidest, ob Du diese Informationen wahrnehmen möchtest.

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4 Kommentare zu diesem Beitrag!

  1. am 11 Mrz 2009 um 15:58 Rivella

    Hi Frank
    Das ist ja eines meiner schönen Themen. Es hilft mir auch ungemein, wenn mich jemand kritisiert zu denken, dass dies nicht mit mir zu tun hat und dass der andere ein Problem damit hat.
    Dann gibt es doch auch die Kritik, die einem so richtig runterzieht und bei der man anfängt, sich zu rechtfertigen, also Interesse zeigt. Kann ich dann generell sagen, dass ich damit ein Problem habe, sonst würde ich ja gar nicht reagieren?
    Umgekehrt ist es ja auch so schön, wenn ich mich wieder erwische, wie ich jemanden kritisiere und feststellen muss, dass es ja mein Ding ist und nicht das des anderen.
    Vielen Dank für den Beitrag, der mich wieder daran erinnert, nicht alles persönlich zu nehmen.
    Gruss
    Rivella :-)

  2. am 11 Mrz 2009 um 17:50 Frank Obels

    Hi Rivella-man,

    wir sind so etwas von perfekt, weil wir eben nicht perfekt sind :-)

    Auch mich zieht noch manchmal “Kritik” runter, aber so weiss ich einfach, wo es noch Themen gibt.
    Und ja, manchmal “nörgle” auch ich an anderen rum.

    Mit jedem Mal, bei dem ich mich “erwische”, wächst mein Bewusstsein für das Thema – das ist mir das Wichtigste.

    Bis in Kürze :-)

    Frank

  3. am 11 Mrz 2009 um 18:25 Gero

    Hach,
    Ihr sprecht mir aus dem Herzen. Auch die Kritik, die als Vorwurf oder Schlag unter die Gürtellinie daher kommt ist im Ursprung ja nichts weiter als eine Information. Mir hilft es ungemein, dort ein Stoppschild zu setzen und zu sagen
    A)Warum bin ich eigentlich betroffen/emotional berührt/ wütend/enttäuscht?
    B) Was sagt mir das über MICH?
    C) Wie will ich darauf reagieren (wenn überhaupt)?

    Unsere erste Reaktion in diesen Fällen ist meistens eher kontra produktiv. Wir projizieren unsere eigene Enttäuschung oder Wut auf den anderen und werden stinkig. Die Ursache für unsere Gefühle liegt bei uns selbst, unseren Glaubenssätzen und unseren Wertesystem. Die Botschaft ist also an uns gerichtet und das Einhalten der Schlüssel zu neuen Erkenntnisen.

    Herzliche Grüße
    Gero – Mr. Schlagfertigkeit

  4. am 14 Mrz 2009 um 19:48 Udo

    Ich verfolge diese Einstellung schon seit einer Weile. Ich hatte eine Freundin, die Dinge an mir kritisierte, die aber mein Leben waren. Ein Beispiel war das weggehen mit Freunden. Obwohl es da nichts zu befürchten gab, löste es in Ihr ein Gefühl von Eifersucht (Mangel) aus. Mitkommen konnte Sie oft nicht, aus Gründen die Ihr Leben betreffen. Anfangs hatte ich wenig Rücksicht genommen. Natürlich haben wir oft darüber geredet und ich habe versucht Ihr die Sorge zu nehmen, habe aber dennoch gemacht was ich für mich für wichtig hielt. Kurz gesagt versuchte Sie an vielen Stellen, mich von Ihrem Leben zu überzeugen und irgendwann gab ich nach und versuchte Ihr Leben mit zu leben. Je mehr ich das tat desto weiter enfernte Sie sich und in kürzester Zeit war Sie weg. Nun bin ich natürlich sehr traurig und ich denke sehr viel nach, welche Einstellung nun richtig ist und was das alles zu bedeuten hat.

    Um die Fragen von oben zu beantworten:

    A)Warum bin ich eigentlich betroffen/emotional berührt/ wütend/enttäuscht?
    Weil ich mich von meiner eigenen Einstellung habe abringen lassen und in Folge dessen verlassen wurde.

    B) Was sagt mir das über MICH?
    Das es höchste priorität hat, mein Leben zu leben, denn eine Anpassung führt mich immer in diesen Kreislauf. (Jede Beziehung lief ähnlich)

    C) Wie will ich darauf reagieren (wenn überhaupt)?
    Ich akzeptiere diese Situation. Ich möchte nichts verändern, keinem von meinem Ansichten überzeugen.

    Dennoch fehlt mir diese Frau im Moment ungemein und es ist manchmal sehr schwer nicht zu grübeln. Wie kann ich diesen Schmerz auflösen, wie finde ich schnellstmöglich zurück zu mir & vor allem wie kann ich meinen immer wiederkehrenden Kreislauf durchbrechen? Ich merke tief in mir das dies eine sehr wichtige Zeit des Wachstums für mich ist, dennoch fällt es mir schwer die Situation zu lieben. Was kann ich tun?



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