Heimat – was ist das und wo ist das?
September 12th, 2007 by Frank Obels
Bei Roman beginnt heute eine Blogparade mit dem Thema “Was ist Heimat?”
Als ich den Beitrag gelesen habe, da habe ich mich gefragt, wo eigentlich meine Heimat ist.
Erkenntnis 1:
Geografisch gesehen, habe ich derzeit keine Heimat. Da wo ich jetzt bin, fühle ich mich nicht sehr wohl. Zu Hause fühle ich mich an 2 Gebieten auf der Welt: in der südlichen West-Schweiz und in der nördlichen Bretagne. Es ist, als war ich da schon früher mal.
Erkenntnis 2:
Betrachte ich meine Berufe, dann fühle ich mich sowohl im Thema Internet zuhause als auch im Thema Coaching/Therapie. Beides gibt mir Kraft, mit beidem fühle ich mich sehr verwurzelt. Im weitesten Sinne könnte ich das also als meine berufliche Heimat bezeichnen.
Erkenntnis 3:
Richtig zuhause fühle ich mich beim Schreiben und beim Seminare geben. Beides gibt mir ein sensationelles Wohlgefühl. Aber nennt man das auch noch Heimat?
Zwischenfrage: was ist eigentlich Heimat?
Meine familiären Wurzeln liegen im Norden Deutschlands. Durch jede Menge Umzüge habe ich da aber wenig von gesehen. Und doch, wenn ich als Jugendlicher immer mal wieder in den Norden fuhr, dann wusste ich es: hier bin ich zuhause!
Aber was genau das ist, Heimat, kann ich nicht sagen.
Heute zieht mich gar nichts mehr dorthin, und in der Schweiz und in der Bretagne ist das Gefühl auch anders. Ich fühle mich dort, als war ich schon mal da und ich könnte an beiden Orten Wurzeln wachsen lassen. Und doch ist es nicht das gleiche Gefühl wie in meiner Jugend.
Erkenntnis 4:
Den Begriff Heimat kann ich für mich nicht verbal erklären, es ist ein Gefühl und zumindest bei mir hat sich dieses Gefühl geändert oder es ist verschwunden.
Erkenntnis 5:
Da ich derzeit nicht dort lebe (geografisch), was ich als Heimat bezeichne, beobachte ich einige Auswirkungen: eine grosse innere Unruhe, eine gewisse Leere, ein Gefühl von “Es fehlt etwas”. Manchmal auch so etwas wie Orientierungslosigkeit.
Erkenntnis 6:
Es gibt einen schönen Buchtitel: Ohne Wurzeln keine Flügel!
Diese Aussage trifft auf mich persönlich am besten zu. Ich bin ein Baum, den man schon häufig verpflanzt hat und jedes Mal hat dieser Baum auch neue Wurzeln gebildet. Aber diese tiefen großen Wurzeln fehlen. Also laufe ich nur auf “halber” Kraft? Kann nicht abheben?
Fazit: keine Ahnung!
Danke Roman, hast mich nachdenklich gemacht, sehr nachdenklich
Feel better!
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18 Kommentare to “Heimat – was ist das und wo ist das?”

Vielen Dank für diesen tiefgründigen Beitrag, Frank!
Eine wirklich schwierige Frage, deren Beantwortung bestimmt in keiner geographischen Zuordnung liegt. Sie wird sich dann lösen, wenn man nicht mehr nach ihr sucht. Bis dahin reicht es nach meinem Empfinden aus, sich zu einer Wahlheimat zu bekennen.
Hallo Frank,
ein sensationeller Beitrag!
Mir geht es mit diesem Heimatgefühl sehr ähnlich.
Spontan fallen mir dazu zwei englische Zitate ein:
“If you are in peace with yourself, any place is home.”
“Home is where your heart is.”
Herzliche Grüße, Tobias
[...] Ebenfalls Frank ist ein Blogger, von dem ich freudig einen Beitrag erwartet habe, weil sein Blog sich dazu thematisch geradezu aufdrängt. Frank stellt sich denn auch selbst ein paar Fragen, was ja auch der Sinn dieser kleinen Pararde ist, und kommt zu Antworten, die wohl auch für andere Menschen in gewisser Weise Gültigkeit haben dürften. Denn Frank sucht in der Arbeit, im Beruf und in seiner Berufung, aber auch geographisch und in seiner tatsächlichen, physischen Heimat nach ihr. [...]
Heimat ist aus meiner Sicht da wo Mama kocht
Im Ernst ein sehr schöner Beitrag.
[...] Mit den Beiträgen kann ich den Begriff Heimat wirklich ausdehnen und vertiefen. Von Herbert lernte ich, wieder als Kind zu sehen oder mich daran zu erinnern, was Heimat als Kind bedeutete. Von Doris nehme ich gerne an, dass auch eine Person Heimat bedeuteten kann, Frank erinnert mich, dass in kreativen Tätigkeit ein Stück Heimat integriert ist und von Réne lerne ich, dass Heimat dann aktuell werden kann, wenn man sie nicht mehr hat. Dass Heimat eine Liebesbeziehung sein kann, lerne ich von Dorin, Res bestätigt mir, dass Heimat manchmal einer Suche bedarf, Norbert nennt die Gesundheit im Zusammenhang mit der Heimat, ein völlig neue Verkettung für mich und Sabrina erzählt, dass auch das Netz eine Heimat bilden kann. Jenes Internet, in dem wir täglich unterwegs sind. Von Frank lerne ich, dass “Nichtdazugehören” in Form einer Minderheit zu Heimat führen kann, Goggi erklärt auf seine Weise, dass sie sich nicht festbinden lässt, die Heimat. Ja, sie ist nicht fassbar. nff zeigt mir, dass Heimat mit Stärke vereinbar ist, Sabine “beweist”, dass Heimat dort ist, wo das Herz liegt, Rick spielt mit Ernsthaftigkeit mit dem Begriff Heimat, was mir sehr gefällt und Benjamin erinnert mich, dass auch Heimat dem Wandel unterlegen ist. Von Ray lerne ich, den Begriff Heimat mit der Mutter zu verbinden, der Schattenewahrer zeigt einmal mehr, wie diffizil Heimat ist und Roger zeigt mir, wie wichtig Ankommen und Heimkommen für die Heimat ist. Peter hinterfragt sogar den Begriff Heimat als solches, was ic für sehr spannend halte, vor allem sein Fazit und der Nordsee-Club blendet sehr schön in die Kindheit zurück und vergleicht jene Erfahrungen mit der heutigen. Die Erinnerungen, die bilden einen wichtigen Bestandteil der Heimat, das ist nun auch mir klar. Vom bugsierer lerne ich, dass auch der Begriff Heimat nicht gefeit ist vor der Macht der Medien, der Falschmeldungen und dem Kampf gegen jene. [...]
[...] feel-better-blog.de – Was ist das und wo ist das? [...]
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[...] Was bedeutet Heimat? Worin erkenne ich sie und gibt es so etwas wie Heimat überhaupt? Ist es nur ein Hirngespinst oder eine degradierte geographische Bezeichnung? Ist die Heimat wirklich fassbar, ist sie tatsächlich bestehend oder ist sie rein imaginär und damit nicht rational erfassbar? Sehen wir sie als Ort, als Gefühl oder Emotion oder gar als Ziel? Mit der Parade wollte ich mit Euch zusammen mehr über den Begriff erfahren. Und das ist in vorzüglicher Weise gelungen. Denn ich konnte neue Eindrücke gewinnen, ja dazulernen und erkennen, dass Heimat tatsächlich existiert. Zwar auf eine bizarren, nicht wirklich fassbaren Ebene, aber sie ist da. Mit den Beiträgen kann ich den Begriff Heimat wirklich ausdehnen und vertiefen. Von Herbert lernte ich, wieder als Kind zu sehen oder mich daran zu erinnern, was Heimat als Kind bedeutete. Von Doris nehme ich gerne an, dass auch eine Person Heimat bedeuteten kann, Frank erinnert mich, dass in kreativen Tätigkeit ein Stück Heimat integriert ist und von Réne lerne ich, dass Heimat dann aktuell werden kann, wenn man sie nicht mehr hat. Dass Heimat eine Liebesbeziehung sein kann, lerne ich von Dorin, Res bestätigt mir, dass Heimat manchmal einer Suche bedarf, Norbert nennt die Gesundheit im Zusammenhang mit der Heimat, ein völlig neue Verkettung für mich und Sabrina erzählt, dass auch das Netz eine Heimat bilden kann. Jenes Internet, in dem wir täglich unterwegs sind. Von Frank lerne ich, dass “Nichtdazugehören” in Form einer Minderheit zu Heimat führen kann, Goggi erklärt auf seine Weise, dass sie sich nicht festbinden lässt, die Heimat. Ja, sie ist nicht fassbar. nff zeigt mir, dass Heimat mit Stärke vereinbar ist, Sabine “beweist”, dass Heimat dort ist, wo das Herz liegt, Rick spielt mit Ernsthaftigkeit mit dem Begriff Heimat, was mir sehr gefällt und Benjamin erinnert mich, dass auch Heimat dem Wandel unterlegen ist. Von Ray lerne ich, den Begriff Heimat mit der Mutter zu verbinden, der Schattenewahrer zeigt einmal mehr, wie diffizil Heimat ist und Roger zeigt mir, wie wichtig Ankommen und Heimkommen für die Heimat ist. Peter hinterfragt sogar den Begriff Heimat als solches, was ich für sehr spannend halte, vor allem sein Fazit und der Nordsee-Club blendet sehr schön in die Kindheit zurück und vergleicht jene Erfahrungen mit der heutigen. Die Erinnerungen, die bilden einen wichtigen Bestandteil der Heimat, das ist nun auch mir klar. Vom bugsierer lerne ich, dass auch der Begriff Heimat nicht gefeit ist vor der Macht der Medien, der Falschmeldungen und dem Kampf gegen jene. Jochen erschüttert meine leichte und kindliche Wahrnehmung über Deutschland und nennt das Kind beim Namen, Falki gibt sich dem Gegenteil hin und erklärt unsere Schweiz zur Heimat. Er erinnert mich daran, dass ich vielleicht zu weit suche. Franz nimmt sich die Heimat und die Erde zu Gemüt. Sehr beachtlich, was man beim Lesen entdecken kann! Pascal lässt mich durch seine Erfahrung daran teilhaben, wenn Heimat vermisst wird, weil die wichtigsten und simpelsten Dinge im praktischen Leben fehlen. Julia beschreibt in ihrem Beitrag die Suche nach der Heimat im geographischen Sinn. Ein weiterer Bereich, der in der Weise noch nicht zur Sprache kam. Und schliesslich bebildert Chrigu seine Heimat aus den Alpen heraus. Von David lerne ich, dass Heimat reifen kann, sie verändert sich, wechselt ihren Ort und wird zu dem, was wir ihr geben. Sie ist aber auch Leidenschaft und Verwurzelung. Thomas zeigt mir, dass der Geburtsort gar nichts mit der wahrgenommen Heimat zu tun haben muss. Im Gegenteil; die Heimat muss man zuerst finden. [...]
[...] Was bedeutet Heimat? Worin erkenne ich sie und gibt es so etwas wie Heimat überhaupt? Ist es nur ein Hirngespinst oder eine degradierte geographische Bezeichnung? Ist die Heimat wirklich fassbar, ist sie tatsächlich bestehend oder ist sie rein imaginär und damit nicht rational erfassbar? Sehen wir sie als Ort, als Gefühl oder Emotion oder gar als Ziel? Mit der Parade wollte ich mit Euch zusammen mehr über den Begriff erfahren. Und das ist in vorzüglicher Weise gelungen. Denn ich konnte neue Eindrücke gewinnen, ja dazulernen und erkennen, dass Heimat tatsächlich existiert. Zwar auf eine bizarren, nicht wirklich fassbaren Ebene, aber sie ist da. Mit den Beiträgen kann ich den Begriff Heimat wirklich ausdehnen und vertiefen. Von Herbert lernte ich, wieder als Kind zu sehen oder mich daran zu erinnern, was Heimat als Kind bedeutete. Von Doris nehme ich gerne an, dass auch eine Person Heimat bedeuteten kann, Frank erinnert mich, dass in kreativen Tätigkeit ein Stück Heimat integriert ist und von Réne lerne ich, dass Heimat dann aktuell werden kann, wenn man sie nicht mehr hat. Dass Heimat eine Liebesbeziehung sein kann, lerne ich von Dorin, Res bestätigt mir, dass Heimat manchmal einer Suche bedarf, Norbert nennt die Gesundheit im Zusammenhang mit der Heimat, ein völlig neue Verkettung für mich und Sabrina erzählt, dass auch das Netz eine Heimat bilden kann. Jenes Internet, in dem wir täglich unterwegs sind. Von Frank lerne ich, dass “Nichtdazugehören” in Form einer Minderheit zu Heimat führen kann, Goggi erklärt auf seine Weise, dass sie sich nicht festbinden lässt, die Heimat. Ja, sie ist nicht fassbar. nff zeigt mir, dass Heimat mit Stärke vereinbar ist, Sabine “beweist”, dass Heimat dort ist, wo das Herz liegt, Rick spielt mit Ernsthaftigkeit mit dem Begriff Heimat, was mir sehr gefällt und Benjamin erinnert mich, dass auch Heimat dem Wandel unterlegen ist. Von Ray lerne ich, den Begriff Heimat mit der Mutter zu verbinden, der Schattenewahrer zeigt einmal mehr, wie diffizil Heimat ist und Roger zeigt mir, wie wichtig Ankommen und Heimkommen für die Heimat ist. Peter hinterfragt sogar den Begriff Heimat als solches, was ich für sehr spannend halte, vor allem sein Fazit und der Nordsee-Club blendet sehr schön in die Kindheit zurück und vergleicht jene Erfahrungen mit der heutigen. Die Erinnerungen, die bilden einen wichtigen Bestandteil der Heimat, das ist nun auch mir klar. Vom bugsierer lerne ich, dass auch der Begriff Heimat nicht gefeit ist vor der Macht der Medien, der Falschmeldungen und dem Kampf gegen jene. Jochen erschüttert meine leichte und kindliche Wahrnehmung über Deutschland und nennt das Kind beim Namen, Falki gibt sich dem Gegenteil hin und erklärt unsere Schweiz zur Heimat. Er erinnert mich daran, dass ich vielleicht zu weit suche. Franz nimmt sich die Heimat und die Erde zu Gemüt. Sehr beachtlich, was man beim Lesen entdecken kann! Pascal lässt mich durch seine Erfahrung daran teilhaben, wenn Heimat vermisst wird, weil die wichtigsten und simpelsten Dinge im praktischen Leben fehlen. Julia beschreibt in ihrem Beitrag die Suche nach der Heimat im geographischen Sinn. Ein weiterer Bereich, der in der Weise noch nicht zur Sprache kam. Und schliesslich bebildert Chrigu seine Heimat aus den Alpen heraus. Von David lerne ich, dass Heimat reifen kann, sie verändert sich, wechselt ihren Ort und wird zu dem, was wir ihr geben. Sie ist aber auch Leidenschaft und Verwurzelung. Thomas zeigt mir, dass der Geburtsort gar nichts mit der wahrgenommen Heimat zu tun haben muss. Im Gegenteil; die Heimat muss man zuerst finden. [...]