Feed-Abo
Artikel
Kommentare




Man hat sein eigenes Leben, die eigene Familie, alles ist schön und toll (oder auch gerade nicht) – und dann werden die Eltern pflegebedürftig oder brauchen sonstwie die Kinder?

Was würdet Ihr tun?

Euer Leben einschränken, es auf die Eltern ausrichten?

Eine leichte Frage?

Systemisch lässt sich diese Frage einfacher beantworten, aber wie ein solches Thema im Alltag angehen?

Das bin ich vor kurzem gefragt worden und ich hatte mir bis zu diesem Moment noch keine Gedanken darüber gemacht, weil es bei mir noch nicht so weit ist.
Die Person, mit der ich sprach, hat die Mutter ins Altersheim gegeben, der Vater war bereits gestorben. Seit die Mutter im Altersheim ist, fühlt sich die Person schlecht (schlechtes Gewissen).

Ich habe der Person aus systemischer Sicht geantwortet, was würdet Ihr tun, wenn es Euch beträfe?

Würde mich freuen Eure Erfahrungen/Meinungen kennenzulernen :-)

Feel better!

Jeden Blogbeitrag per EmailWenn Dir die Beiträge im Feel Better-Blog gefallen, dann kannst Du sie Dir auch bequem per E-Mail liefern lassen. Hier findest Du die Details dazu!



Zurück zur Startseite ...



Meine Empfehlung:

  • Die besten Artikel des Feel Better-Blogs findest Du hier!
  • Wenn Du Dich spirituell leicht und elegant weiterentwickeln möchtest, dann empfehle ich die Botschaften der Inneren Weisheit.
  • Wenn Du ein akutes Thema lösen möchtest, dann verbringe ein Systemstellen-Wochenende mit Frank.
  • Wenn Du Interesse hast, tiefe Selbsterkenntnis zu finden und intensives Selbst-Coaching (Du bist Dein bester weil eigener Coach) zu erlernen, dann werde Holistischer Coach.





Ähnliche Artikel:



7 Kommentare zu diesem Beitrag!

  1. am 24 Jul 2008 um 06:23 Stefan Jungbluth

    Schwierige Frage. Ich denke normalerweise sollte ich mich um meine Eltern kümmern. Allerdings weiß ich nicht ob ich dazu momentan die nötige Kraft hätte. Währe es dann nicht besser die Eltern in ein Heim zu geben, bevor man sich nur halbherzig um sie kümmert? Wenn ich mir vorstelle ich müsste meine Mutter jetzt bei mir aufnehmen hätte ich das Gefühl eine Last auf mich zu nehmen die ich gar nicht tragen könnte und wollte. Gäbe ich meine Mutter in ein Heim, würde mich aber auch ein schlechtes Gewissen plagen.
    Mein Vater hat seid einigen Jahren seine Mutter bei sich aufgenommen. Die Situation ist sehr schwierig. Mittlerweile leidet seine Ehe sogar darunter, und alle sind unglücklich. Mich würde interessieren wie die Systemische Antwort lauten würde.

    Liebe Grüße

    Stefan

  2. am 24 Jul 2008 um 07:23 sissi maikler

    Diese Situation trat in mein Leben, genau in dem Augenblick, als unsere Kinder in die Oberstufe kamen. Erst wurde meine Mutter schwer krank – dann mein Vater. Wir sind 4 Kinder, aber mit der Krankheit meiner Eltern war ich ganz schnell Einzelkind, dazu kam, daß nur ich am Wohnort der Eltern lebte. “Dein Problem, Du hast den Absprung nicht geschafft!” war die Antwort meiner Geschwister als ich sie um Hilfe bat. Mein Vater starb vor fast 10 Jahren, meine Mutter vor 2 Jahren. Als sie so richtig pflegebedürftig wurde und ich keinen Ausweg mehr sah, suchte ich mir eine gute Psychologin. Irgendwann stand dann ein Familienstellen an. Und es brachte die Lösung. Kurz darauf meldete sich meine Mutter eigenständig in ein Pflegeheim an. Es war sehr interessant, was sich in der Stellung so alles zeigte. Für meine Mutter war es keine einfache Zeit, für mich auch nicht, und auf den Tag genau war sie 1 Jahr im Pflegeheim als sie starb. Ich war mit dem Auto unterwegs zu ihr, als sie die Welten wechselte. Es war wohl ein Abschiedsgeschenk an mich, denn kurz vor ihrem Tod sagte sie noch zu mir:” Du hattest es so schwer mit mir, und Du hattest immer soviel Arbeit mit mir”…..und das Wichtigste:”Ich mag Dich sehr!”…..es war und ist für mich eine sehr lehrreiche Zeit gewesen, doch hätte ich es ihr und mir anders gewünscht!

    Liebe Grüße
    Sissi

  3. am 24 Jul 2008 um 07:58 Norbert

    Eine allgemein gültige Lösung ist meines Erachtens auf diese Frage nicht möglich.
    Selbst habe ich in diesem Jahr erlebt, wie die Eltern meiner Frau, Mutter 82 Jahre das zweite Knie am gleichen Bein erhielt und ihr Vater, 85 jährig 3 Bypässe und eine Herzschrittmacher, innerhalb ein paar Tagen zu Pflegefällen wurde.
    Die Eltern wohnen 250km von uns entfernt, haben ein Häuschen, das sie sich nach ihrer zweimaligen Vertreibung selbst gebaut hatten.
    Was tun???? Haus verkaufen und ab ins Pflegeheim?? Selber umziehen?
    Meine Frau hat sich die ersten 7 Wochen, nach dem Krankenhausaufenthalt ihre Eltern gepflegt. Mit Hilfsmitteln, die das Leben der Beiden erleichtert, ihnen einen funktionsfähigen Haushalt gestaltet, eine Person engagiert, die das beim Putzen, Einkaufen und bei Arztfahrten zur stelle ist.
    Mit dem Ergebnis, dass sich das jetzt das eingeschränkte Leben der Eltern, auf diesem Niveau eingependelt hat. Zufriedenheit und neue Lebensfreude ist eingekehrt. In unregelmäßigen, 4 Abständen besucht meine Frau ihre Eltern. Vereinbarungen, Termine können per Telefon von uns zu Hause erledigt werden.
    Würde das in ähnlicher Weise bei meinen Eltern eintreten, beide 81jährig, wäre eine andere Lösung erforderlich.
    Meine Frau ist die einzige Tochter und hat so keinen Geschwisterstreit, was sich bei mir schon aus dieser Situation heraus anders gestalten würde.
    Meiner Meinung nach, sind die Möglichkeiten und Antworten so vielfältig, wie die Situationen die sich stellen.
    Vielleicht steht aber auch unsere Gesellschaft vor einer Phase des Umdenkens, wie man Nachbarschaftshilfe leisten kann, oder sich auch innerhalb von Gemeinden neue Möglichkeiten entwickeln lassen.
    Phantasie, Kreativität, Ehrlichkeit und vor allem weniger Gesetzeshürden könnten hier den Anfang machen. Da wäre Systemisch schon einiges gelöst und es blieben noch genügend andere Möglichkeiten, diese tolle Werkzeug einzusetzen.
    LG
    Norbert

  4. am 24 Jul 2008 um 08:07 bl

    Auf jeden Fall muss man sich bewusst sein, dass die meisten Heime Sterbeheime sind. Die Situation in den Altersheimen und mehr noch in Pflegeheimen ist katastrophal, wie ich mich selber überzeugen konnte. Deshalb blieb meine Mutter bei mir, als sie langsam ins Jenseits abdriftete. Allerdings hatte ich erleichterte Bedingungen. Sie lebte in einer eigenen Wohnung im gleichen Haus und hatte eine sehr treue Pflegerin. Das ist der Idealzustand.

    Obwohl sie sich immer mehr von dieser Welt verabschiedete und nach und nach sämtliche kollektiven Glaubenssätze aufgab und deshalb sehr “eigen” war, war es extrem lehrreich und oft auch witzig, weil sie eine ganz andere Perspektive hatte. Menschen, die im Alter senil werden oder Alzheimer haben, wie das neumodisch gesagt wird, müssen nicht bedauert werden. Es ist ihre Wahl, sich quasi schon zu Lebzeiten hier umzuorientieren. Wenn man eine Pflegesituation wie ich sie hatte, schaffen kann, dann profitieren Beide enorm davon.

  5. am 24 Jul 2008 um 09:07 Mr. Entspannung

    Wow – vielen Dank für Eure Beiträge – toll!

    Für Stefan:
    systemisch fliesst die Energie von den Eltern zu den Kindern – Kinder nehmen, was sie bekommen.
    Ein System strebt nach Ausgleich, das bedeutet, wenn Kinder genommen haben, Eltern gegeben, so braucht es einen energetischen Ausgleich.
    Dieser Ausgleich kann vielfältig sein.
    Manchmal reicht bei einer Aufstellung ein einfacher Satz, um den Ausgleich zu definieren, siehe
    http://systemstellen.eu/fur-die-eltern-im-alter-sorgen/

    Ich glaube, ich werde in meinem Systemstellen-Blog dazu noch ausführlicher schreiben.

    Herzlichen Dank an Euch alle :-)

  6. am 24 Jul 2008 um 13:32 Stefan Jungbluth

    Danke Frank für deine Antwort. Ich glaube ich werde dieses Thema einmal behutsam bei meinen Eltern ansprechen. Vielleicht ist es gut wenn über solche dinge geredet wurde bevor es so weit ist.

    Gruß
    Stefan

  7. am 24 Jul 2008 um 13:36 Mr. Entspannung

    Hi Stefan,

    ja, das überlege ich mir für mich auch gerade.

    Greetings

    Frank



Zurück zur Startseite ...

Impressum & Datenschutzerklärung :: Folge mir auf Twitter :: Google Plus



2012 Angst Bestellung Bewusstsein Buchempfehlung Business Chuck Spezzano Coaching Dankbarkeit Denken DOKS Entspannung Erfolg familienaufstellung geistige Aufrichtung Geld Herz Holistisches Coaching Kommunikation Kunden Leben Lebensfreude LHC Loslassen Matrix Energetics Meditation Neumond Quantenphysik Radionik Rauhnächte Richard Bartlett Roy Martina Scheck Schweiz Seele Seminar Systemstellen Systemstellen-Wochenende The Secret Umwelt Universum Verantwortung Veränderung Weihnachten Weihnachtsmann