Damit wir uns spüren :-)
Januar 25th, 2008 by Frank Obels
War gestern Abend auf einem “Seminar” und da hat die Referentin etwas erzählt über Krisen und was die bedeuten. Auch wenn meine Ansichten gänzlich anders zu dem Thema sind, ein Aspekt hat mich aufhorchen lassen.
Krisen sind dazu da, um uns wieder spüren zu können!
Wenn alles im Leben so absolut problemlos vor sich hingleitet, jeden Tag Sonnenschein pur, nur Glücksgefühle, dann verlieren wir das Gefühl für das Leben.
Die Dame hat das mit einem Dauer-Orgasmus 24 Stunden lang verglichen. Da würde man auch jedes Gefühl dafür verlieren, ja es würde sogar unerträglich.
Also: Krisen auch dazu da, uns wieder das Leben spüren zu lassen.
Übrigens, um das Leben (sich selbst) wieder richtig spüren zu können, machen manche Leute Extrem-Sportarten, wie Rennfahrer, Sturmsegler etc.
Alles, um sich wieder zu spüren.
Interessanter Aspekt, aber so richtig “warm” werde ich damit noch nicht.
Ihr?
Feel better!
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5 Kommentare to “Damit wir uns spüren :-)”


Ich denke, wenn man richtig auf das Leben schaut, “präsent” ist – braucht es keine “extrem”-Dinge mehr. Das Leben ist doch voller Wunder…
ach, bin ich wieder philosophisch…
PS: eine weitere sehr extreme Sache um das Leben wieder richtig zu spüren: Geht auf ein Amt (Passverlängerung, Antrag etc.). – Da spürt man das Leben so richtig.
Alltäglichen oder selbstverständlichen Vorgängen schenkt man wenig Beachtung, solang diese da sind. Erst durch einen Rückschlag oder Verlust lernen viele diese Dinge auch zu schätzen.
Da hat die Referentin völlig recht, wenn sie es so gemeint hat.
Um mich zu spüren braucht es ganz sicher keine Krise. Es ist ganz anders;” Menschen die Krisen anfällig sind spüren sich selber nicht mehr. Wenn ich mich spüre bin ich offen für alles und voller Akzeptanz. Für jemanden der sich selber spürt, sind Krisen keine Krisen, sonder Herausforderungen. Ich hoffe Du musstest für dieses Seminar kein Geld zahlen, das wäre dann heraus geworfenes Geld. Auch wenn das Leben ruhig ist, muss es nicht Langweilig sein. Wer regelmässig Sport treibt, ist sicher wesentlich weniger Krisen anfällig als nicht Sportler, im Gegensatz zu den Extrem Sportler, die gehören in die gleiche Kategorie wie Workaholics. Solche Menschen wollen sich nicht spüren, die sind noch auf dem Eco-Trip. Ich selber spüre mich im Sport und auch wenn es ganz ruhig ist, vor allem brauche ich keine Hektik
Grüsse zentao
Ich finde, da ist irgend etwas dran. Ertappe mich immer selbst dabei, wie ich nach einer längeren sehr glücklichen Periode mal wieder etwas passieren muss, oder soll. Es scheint so, also wenn ich immer etwas zum werkeln brauche. Zu unsrem Leben gehören diese Dinge wie das Salz in der Suppe. Wir leben ja in einer dualen Welt. es kann das Eine nicht ohne das Andere geben. Was wäre denn dann glücklich, wenn es kein Traurigkeit gäbe?
… so “lächerlich” es auch klingen mag, aber es sind immer wieder die kleinen Dinge des Lebens, die einem die meiste Freude bereiten. Probleme erkenne ich als Herausforderungen und versuche auch diese stehts als Chance wahrzunehmen, etwas weiterzubringen. Erst danach kann man eigentlich feststellen, wie eine Situation nun rückwirkend sich entwickelte.