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Sprach meine Schwiegermutter zu mir:
“Oh Gott Frank, wir müssen noch jemanden einladen, irgendjemanden, denn sonst sind wir 13 Personen am Tisch und das bringt Unglück!”

Wenn ich so etwas höre, dann fällt mir auch ein, dass man ein Brot nicht auf den Rücken in den Brotkorb legen soll oder am Freitag niemals die Bettwäsche wechseln möge.

Und so wundere ich mich, dass ich überhaupt noch lebe, denn nach abergläubischem Regelwerk habe ich mich noch nie gerichtet.

Aber interessant finde ich es schon :-)

Auch das mit den schwarzen Raben/Krähen ist der Hit, weil dann viele Menschen kreidebleich werden.

Also: wie verankert ist Aberglaube noch bei Euch? Welche Rolle spielt er?

Erzählt mir von Eurem Aberglauben respektive welchen Aberglauben ihr kennt.

Ich freue mich auf eine putzige Sammlung :-)

Feel better!



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14 Kommentare to “Aberglaube – oder sind wir schon moderner?”

  1. on 31 Aug 2008 at 12:41 Gerhard Zirkel

    Die meisten Aberglauben (was ist eigentlich die Mehrzahl?) basieren irgendwie auf einem nachvollziehbaren Grund.

    Ein gutes Beispiel stammt aus China. Bei Chinesen ist es die 4, die einen schlechten Ruf hat. Chinesen sitzen nie zu viert am Tisch, beziehen niemals Hausnummer 4 oder Zimmer 4 im 4. Stock usw.

    der Grund ist eigentlich nur, dass die 4 in einigen Dialekten genauso ausgesprochen wird wie “Tod”. Klar, dass die 4 da einen schlechten Ruf bekommt.

    Wenn man das dann in unseren Kulturkreis übernimmt, sieht das natürlich lächerlich aus.

    Ich bin sicher, die 13 oder die Krähen und schwarzen Katzen und und und lassen sich allesamt auf irgendwelche Ereignisse zurückführen die jetzt nur keiner mehr kennt.

    So lässt sich nahezu jeder Aberglaube aushebeln, wenn man das möchte.

    Gerhard Zirkel

  2. on 31 Aug 2008 at 12:43 Mr. Entspannung

    Hi Gerhard,

    also mal wieder verlorenes Wissen (was manchmal eine Begleiterscheinung von “modern” ist)?

    Interessant, habe ich so noch nicht gesehen.
    Herzlichen Dank :-)

    Frank

  3. on 31 Aug 2008 at 15:41 Rania

    Hallo Frank,

    interessant was es tatsächlich alles gibt, an Glaubensätzen in jedem Land und in jeder Religion!

    Wie zum Beispiel in meinem Land sagt man:

    “Wenn man einen Spiegel zerbricht, hat man gleich
    10 Jahre lang Unglück ;-) !”
    oder
    “Wenn man ein Kleidungsstück verkehrt herum trägt (links), dann soll man es entweder den ganzen Tag weiterhin verkehrt herum tragen oder es sofort ausziehen und dann an dem Tag nicht mehr tragen”, (wenn man es richtig herum wieder anziehen würde, würde es Unglück für den ganzen Tag bringen!).

    Das mit dem Brot und der Bettwäsche kenne ich auch noch – leider ;-)
    Das Dumme ist, man traut sich nicht immer gegen diese von unseren Ahnen überlieferten “Glaubenssätze” zu verstoßen, oder wenn man es tut, fühlt man sich irgendwie schlecht dabei (zumindest geht es mir oft so!).

    Schönen Sonntag an alle “Abergläubigen” :-)

  4. on 31 Aug 2008 at 16:00 Kim

    Hallo Frank,

    ja das ist ein lustig, interessantes Thema.
    Ich hab z.B. nach wie vor eine Herausforderung
    damit, unter einer Leiter durchzugehen.
    Weil da immer noch so ein “Progrämmchen” in mir
    läuft, welches mir dann erklärt, dies würde Unglück bringen ;)

    und
    @Rania – ich komme aus Österreich, bin in Kärnten aufgewachsen und freue mich immer über ein
    “verkehrt herum” angezogenes Kleidungsstück!
    Denn – wenn dem so ist, kann man in Bälde ein
    Geschenk erwarten ;)
    Egal ob man es sich wieder auszieht, umdreht
    oder was auch immer.

    P.S. Die “Einbildung” lass ich weiter laufen ;)

  5. on 31 Aug 2008 at 16:05 Mr. Entspannung

    Hi Rania, Hi Kim,

    prima Eure Aber-Glaubenssätze :-)
    Muss ich das jetzt selbst ausprobieren mit dem verkehrt herum getragenen Kleidungsstück, um zu sehen, ob ich beschenkt oder be-unglückt werde?

    Mal sehen, mache ich morgen im Büro ;-)

    Greetings

    Frank

  6. on 31 Aug 2008 at 16:34 Beobachterin

    Nicht ich, aber ein Freund von mir hat eine ziemlich unübliche, abergläubsiche Gewohnheit, und zwar klopft er beim betretten eines (Wohn)hauses immer dreimal mit der linken Hand an den Türrahmen. Wieso er das macht, hab ich bis heute nie wirklich begriffen. Anscheinend aber glaubt er, dass wenn er nicht klopfen würde, ihn die Geister / Seelen des Hauses ihn nicht willkommen heissen würden oder so :S

    Komisch, aber mich stört es nicht wirklich :)

  7. on 31 Aug 2008 at 17:25 Franz

    Hallo Frank,

    an diesen Tag errinnert mich meine Mutter immer. Sie telefoniert mir jedesmal, wenn der “Freitag der Dreizehnte” naht. Es ist wie ein Glückstag für mich. An diesem Tag habe ich schon eine stattliche Anzahl Top Abschlüsse erzielt !

    schöne Sunntig auf Schwizertütsch…
    bis bald
    Franz

  8. on 31 Aug 2008 at 18:03 Roger Kaufmann

    Hallo

    Glaubst du 13 bringt Unglück? Ja , dann kannst du gerne mir deinen 13. Monatslohn Spenden :-)

    Liebe Grüsse

    Roger

  9. on 31 Aug 2008 at 19:35 zentao

    Lieber Frank
    Dass man nicht unter einer Leiter durchgehen soll, macht Sinn, denn wenn ein Handwerker oben arbeitet, kann immer etwas runter fallen. Aberglauben entsteht vermutlich aus Vorurteilen und nicht wissen.
    Liebe Grüsse zentao

  10. on 31 Aug 2008 at 19:59 Mr. Entspannung

    Wow – Ihr kommentiert ja wie die Feuerwehr :-)

    @Beobachterin:
    der “Aberglaube” gefällt mir gut, hat etwas von “Respekt” à la chinesisch.

    @Franz:
    ja, ich mache die besten Geschäfte immer am Freitag, dem 13. – das ist für mich ein prima Glaubenssatz geworden.

    @Roger:
    okay, Du nimmst das 13. Monatsgehalt, kommst dann aber regelmäßig zu meinen Seminaren :-)

    @zentao:
    ich denke, es sind Erfahrungen, die dann irgendwann verallgemeinert werden bzw. aus dem Zusammenhang gerissen werden. Also selbst wenn auf der Leiter gar keiner steht oder kein Farbeimer drauf ist, ist es gefährlich.

    Habt vielen Dank für Eure Kommentare :-)

    Frank

  11. on 31 Aug 2008 at 23:36 Christa

    Ob “wir” moderner sind kann ich nicht beurteilen. Ich bin es auf jeden Fall geworden – im Laufe der Jahre.

    “Elefanten mit Rüssel nach unten bringen Unglück”, sagt man.

    Der Windeleimer, den ich vor der Geburt meines ersten Kindes kaufte, war mit genau solchen Elefanten geschmückt. Beim Einkauf wusste ich noch nichts von diesem Glaubenssatz und fand den Eimer einfach nur schön. Als ich dann von diesem Aberglauben erfuhr, habe ich den Eimer umgetauscht. Ich war damals felsenfest davon überzeugt, dass er Unglück über mich und mein ungeborenes Kind bringt.

    Vor Kurzem habe ich mich in “Elefantenbuchstützen” aus Bronze verliebt – auch mit “Rüssel nach unten”.Ich erfreue mich jeden Tag aufs Neue an diesen beiden Figuren. :-)

    Übrigens: Wer am Neujahrstag Sauerkraut auftischt und auch ißt, demjenigen geht nie das Geld aus. Das ist wahr – ich habe es selbst erlebt ;-)

    Schönes Thema!
    Gruß Christa Schwemlein

  12. on 01 Sep 2008 at 10:01 kingarthur

    Also bei mir ist Freitag der 13. auch immer ein Glückstag.

  13. on 01 Sep 2008 at 10:19 Mr. Entspannung

    Hallo Christa,

    wie viel Sauerkraut muss es sein? Bringt mehr essen auch mehr Geld?
    :-)

    Sensationell, schon weiss ich, was ich Neujahr esse!

    Hab Dank – sagt Frank :-)

  14. on 01 Sep 2008 at 11:47 Rania

    Was für tolle Beiträge! Dank Euch alle, kann ich meine Glaubenssätze besser umprogrammieren bzw. schneller ausleiten :-)
    @kim
    dank Dir, kann ich mein Kleidungsstück das nächste Mal verkehrt herum tragen. Ich glaube, demnächst
    wandere ich in Österreich aus ;-)
    @zentao
    ich bin genau Deiner Meinung. Sehr oft fehlen einfach Erklärungen, damit man besser die Glaubenssätze verstehen kann.
    @christa
    danke für den Sauerkraut-Tipp, das Jahr 2009 wird GIGANTISCH!

    Feel-better :-)

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