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Man sagt es den Schwaben nach, den Schotten noch mehr – und meine Oma hat es mir auch immer gepredigt: SPARE!

Ich habe mir bisher nichts aus Sparen gemacht, denn Sparen hat für mich die Schwingung, dass ich dann irgendwann mal mit schlechteren Zeiten rechne, in denen ich dann das Gesparte benötige. Und ausserdem will Geld fliessen und sparen bringt Geld zum Stillstand.

Geben und Nehmen

Geld will fliessen und Geld hat viel mit dem Prinzip des Gebens und Nehmens zu tun! Ich gebe also anderen Geld und ich bekomme von anderen Geld! Schön, aber etwas fehlt da doch, oder?
Genau, in dem Prinzip des Gebens und Nehmens ist nicht explizit erwähnt, dass ich mir von dem Geld, das ich bekomme, auch etwas kaufe.

Upps, ist das denn nicht selbstverständlich? Scheinbar nicht, wenn ich mir manche Menschen anschaue. Klar, sie kaufen sich für Geld irgendetwas, zahlen die Miete und was auch immer sonst noch, doch das ist kein bewusster Vorgang, es läuft zumeist unbewusst! Alles, was unbewusst läuft, lässt mich nicht wachsen!

Sparen heisst, ich gebe mir selbst zuerst!

So betrachtet, hat das Wort “Sparen” für mich durchaus einen Sinn. Wenn ich bewusst spare, dann gebe ich mir bewusst zuerst – und das ist gut für meinen Selbstwert. Ich bezahle mich selbst zuerst, ich beschenke mich selbst zuerst, das ist eine echte Erfolgsgewohnheit. Denn ich konditioniere mich, bei dieser Betrachtung von Sparen automatisch auf Fülle, denn ich habe dann immer mehr, als ich brauche – das öffnet dem Überfluss Tür und Tor.

Sparen = ich zahle auf mein Selbstwertkonto ein

So in etwa könnte ich mich mit dem Sparen anfreunden, auch wenn ich es anders nennen würde. Ich spare also nicht beim Einkauf, ich bereite mich nicht auf schlechte Zeiten vor – ich bezahle etwas auf meinem Konto ein, für mich, und auch für meinen Selbstwert.

Das bedeutet dann auch, dass ich mir bewusst werde, dass ich dieses Geld dann für etwas Schönes und Besonderes ausgeben werde und dies auch tue (das Geld also ausgebe), und das Geld nicht mein Leben lang auf einem Konto liegen lasse, sondern eine Weile.

Anschliessend verwöhne ich mich ganz bewusst – und das Geld fliesst wieder :-)

Okay Oma, warum hast Du es mir nicht so erklärt ;-)

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5 Kommentare to “Sparen – heute mal anders betrachtet!”

  1. [...] Feel Better-Blog » Blog Archive » Sparen – heute mal anders … [...]

  2. on 01 Jul 2010 at 14:51 Thomas Niegisch

    Hätte “Oma” das so erklärt, besonders den “Geiz ist Geil”- Erfindern, könnten wir vielleicht auch wieder mehr “sparen”, anstatt mehr zu nehmen, als zu geben. Die Natur zeigt uns doch wie es geht, wir müssen es ihr nur nachmachen. Ich weiß, klingt etwas nach Eden und ich erlaube mir zu träumen ;-) )
    Sonne im Herzen,
    liebe Grüße
    Thomas

  3. on 02 Jul 2010 at 08:04 Frank Obels

    Thomas, danke fürs Träumen – würden das mehr Leutchen tun – wäre es möglicherweise schon “Eden” hier :-)

  4. on 02 Jul 2010 at 09:49 Angela

    Wie alles in unserem Menschleben kann man also auch sparen von mindestens zwei Seiten aus betrachten:

    Spare für die Not = schlecht
    Spare, um dir etwas Besonderes leisten zu können = ok

    Geht es noch besser?

    Ich überlege gerade, was passiert, wenn ich spare, um mir irgendwann etwas besonderes leisten zu können und dann bemerke, dass ich mit dem IST-Zustand so zufrieden bin, dass ich im Moment gar nichts kaufen möchte. Muss ich dann mein Geld schleunigst ausgeben, damit es wieder fließt? Oder es verschenken/ eine Spende machen, damit es wenigstens anderen eine Freude macht, wenn ich schon selbst grad kein Verlangen nach etwas “Kaufbarem” habe?

    Ich persönlich habe gerne einen “Mindestkontostand” oder “Wohlfühlkontostand”. Das gibt mir das Gefühl, immer aus dem Vollen schöpfen zu können. Sinkt der Betrag unter diese persönliche Grenze, werde ich für gewöhnlich unruhig. Ich habe dann das Gefühl, dass ich mir nicht mehr alle Spontaneitäten leisten kann und diese Zeitspanne, bis dann wieder Geld zu mir fließt, ist meist weniger entspannt, als ich mir es wünsche.

    Liebe Grüße

    Angela

  5. on 05 Jul 2010 at 12:44 Peter

    Hallo Frank,

    nach meiner Meinung gibt es doch noch ein paar Varianten von Sparern:

    Angstsparer – die vorlauter Angst, es könnte Ihnen was negatives Widerfahren, Geld anhäufen und sich dadurch hoffen zu schützen.

    Echte Geizhälse – sind sehr selten

    Schwaben – die einfach sparen, weil es Ihnen so anerzogen wurde und die oft gar nicht wissen warum und wofür Sie sparen.

    Am liebsten sind mir die, die mit Ihrem Leben glücklich und zufrieden sind, sich nicht jeden beworbenen Unsinn kaufen, jedoch einen gepflegten Lebensstil haben, ohne zu protzen. Und dass was dann noch übrig bleibt, regelmäßig an sparen, um sich Ihren Lebensstil auch dauerhaft finanzieren zu können, falls die Einnahmen mal geringer ausfallen.

    Persönlich finde ich es bedauerlich, das heute sehr wenig Wert auf Qualität gelegt wird, sondern möglichst viel und billig!

    Liebe Grüße Peter



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