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Kennst Du das? Du bist einem “Lehrer” über den Weg gelaufen und der sagt Dir nun, was Du darfst und was Du nicht darfst. Ich bin immer wieder überrascht, wie vehement die “Lehrer” werden, besonders wenn sie gerade selbst eine neue Wahrheit gefunden haben.

Ein Gespräch mit einem dieser angehenden Gurus kommt dabei nicht wirklich zustande, Du sagst einen Satz und wirst dabei vom angehenden Guru mehrmals unterbrochen und korrigiert.

“Ich will weiter an mir arbeiten!” – ist verboten, arbeiten ist ein schlimmes Wort. Ausserdem bedeutet wollen eine gewisse Form von “Begehren”, führt damit zu Anhaftungen und muss deshalb durch den Fast-Guru natürlich sofort korrigiert werden. Zwei Korrekturen in einem Satz – wenn das eine Weile so geht, dann verliert man ganz schnell die Lust, sich mit dem Fast-Guru noch zu unterhalten.

Ah, das Wort “unterhalten” ist natürlich auch schlecht, hätte der Fast-Guru mir jetzt gesagt, da will ich wohl unbewusst etwas oder jemanden unten halten.

Permissiv liebe Gurus

Okay, ich bin kein Guru – und doch weiss ich, dass die höchste Kunst des menschlichen Miteinanders das Annehmen eines anderen Menschen ist, so wie er ist! Dazu gehört auch seine Sprache, das Verbale.
Natürlich zeigt die Ausdrucksweise viel, und doch hat jeder Mensch ein Recht auf seine Wahrheit und Wahrnehmung.

Wenn also der angehende Guru nicht explizit beauftragt wurde, dann ist es Anmaßung, wenn er seine Gesprächspartner fortlaufend belehrt.
Er stellt sich damit über den anderen Menschen.

Eine permissive (erlaubende) Haltung wäre da einem Guru sicherlich angemessener!

Warum überhaupt Guru?

Warum nennen wir andere Menschen überhaupt Gurus? Was wollen wir damit wirklich sagen? Dass diese Menschen in einem Bereich, im Aussen, irgendetwas “richtiger” machen als wir selbst? Vergleichen wir da nicht Äpfel mit Birnen?

Nehmen wir einen besonders erfolgreichen Menschen und einen besonders “un-erfolgreichen” Menschen. Könnte es sein, dass jeder einem eigenen Plan folgt, einen eigenen Weg geht und dass beide deshalb nicht zu vergleichen sind? Oder ein besonders glücklicher Mensch und ein besonders unglücklicher Mensch. Wer macht da jetzt etwas richtig und wer nicht?

Läuft das ganze Thema nicht darauf hinaus, dass der Richtig-Macher den Nicht-Richtig-Macher manipulieren will und kann?

Erkenne Dich!

Du kannst Dich genau dann vor jeder Form von Manipulation “schützen”, wenn Du Dich selbst in Deinem Innen kennst und in Dir die Gewissheit trägst, dass Du einen anderen Weg geplant hast zu gehen als alle anderen.

Damit Du wirklich Dein Leben leben kannst, brauchst Du niemanden, der Dir sagt, was richtig ist und was nicht.

Lerne Dich selbst kennen, lerne eine Methode, um Dich selbst zu erkennen und finde heraus, was Du wirklich in diesem Leben erreichen willst.

Und dann erreiche es – auf Deine Weise!

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Sodele, das war wieder einmal eine Antwort auf eine E-Mail.

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3 Kommentare to “Angehende Gurus und das Thema Toleranz”

  1. on 31 Aug 2010 at 11:52 Norbert

    Nur die Selbsterkenntnis öffnet alle Wege, ist der Schlüsseö für alle Schlösser.

    Wenn Du Dich selber kennst, ist auch klar was Du hier auf diesem Planeten für ein Aufgabe hast.

    Du erkennst, dass Deine Sicherheit in der Veränderung liegt, also in Deiner Zukunft. Doch dazu nutze immer den Augenblick.

    Er ist das Höchste, was Dir das Leben zu bieten hat. Er ist die Summe Deiner ganzen Augenblicke in Deinem Leben.

    Du bekommst jetzt den Impuls für den nächsten Augenblick.
    Mache das Beste daraus! :-)

    Dann fühlst Du Dich besser.

    LG
    Norbert

  2. on 01 Sep 2010 at 11:06 Ingrid

    Hallo Frank,
    ja, solche Leute sind z.T. sehr aufdringlich!
    Letztes Wochenende war ich bei einem Mentaltrainer, der permanent sagte: “Du musst das tun, Du musst so machen etc…”.
    Ich finde dieses “muss” schrecklich, es gibt noch mehr Druck!
    Und manchmal habe ich den Eindruck, dass diese Personen in einer eigenen Welt leben, nur einer Methode folgen und nichts mehr um sich herum wahrnehmen.
    Sie entwickeln sich nicht mehr weiter und sind so von sich überzeugt, dass nichts sonst existiert!
    Schade, oder?!
    Liebe Grüße. Ingrid.

  3. on 10 Sep 2010 at 11:05 Ute

    Frank schreibt: “Lerne Dich selbst kennen, lerne eine Methode, um Dich selbst zu erkennen und finde heraus, was Du wirklich in diesem Leben erreichen willst.Und dann erreiche es – auf Deine Weise!”
    Ein Lehrer von mir hat das sinngemäss so ergänzt: “Und Du darfst dabei auch von mir lernen. Du darfst schneller lernen als ich. Und Du musst nicht alle meine Fehler wiederholen.” Das hat mich überzeugt, weil es zeitsparend ist. :)



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