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Ich habe gerade mit einem netten Menschen gesprochen, der meint, dass unsere Sprache sehr viele negative Wortbestandteile enthält, die alle direkt auf das Unterbewusstsein wirken. Würde man derartige Worte aus dem eigenen Sprachschatz streichen, ergäbe sich sofort eine Verbesserung des eigenen Lebensgefühls, so behauptet mein Gesprächspartner.
Es ist tatsächlich interessant, sich das mal vor Augen zu führen, was wir unserem Unterbewusstsein per manchem Wort an Negativem servieren. Hier mal eine kleine Auswahl, die mir gerade so einfällt:

Geschlecht, Geschlechtsorgan, Ratschlag, Vorschlag, Glockenschlag, Brückenschlag, Überschlag, nachschlagen, Leidenschaft, Mitleid, Ausdruck, Eindruck, Nachdruck, Einfall, auffallen, Unschuld, versorgen, …

Wäre es etwa eine gute Idee, mal eine Liste solcher Schlag-worte zu erstellen, damit alle die, die Worte gerne bewusster verwenden wollen, das eine oder andere Wörtchen aus dem Sprachschatz streichen können?

Ob man sich ohne diese Worte dann gleich viel besser fühlt?

Jemand da, die/der es ausprobieren will? :-)

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3 Kommentare zu diesem Beitrag!

  1. am 18 Mrz 2007 um 16:18 Gabaretha

    Hi Frank,
    sorry, ich kann die Meinung des “sehr netten Menschen” nicht teilen. Für mich sind Worte wie “Einfall”, “Leidenschaft” oder “Vorschlag” positiv besetzt. Ganz egal, was für Wortteile sie beinhalten. Wie so häufig, macht sich jeder sein eigenes Bild. Gerade heute habe ich mich über die deutsche Sprache gefreut. Beispiel “Selbstvertrauen – veraue dir selbst!” -gefällt mir gut.
    Na ja – wir ticken glücklicherweise alle verschieden.
    Besser und besser,
    Gaba

  2. am 18 Mrz 2007 um 17:48 Frank

    Hi Gaba,

    er war nur nett, nicht sehr nett :-)
    Aber interessant ist es schon: Du nimmst diese Worte positiv wahr, ein anderer nicht. Ich habe noch keine Meinung, habe bisher auf so etwas schlicht nicht geachtet.

    ;-)
    Frank

  3. am 20 Mrz 2007 um 12:34 Norbert Glaab

    Hallo Frank, hallo Gaba,
    schön zu sehen und zu erleben, was Worte bewirken.

    Gut zu erkennen, dass hinter den Begriffen “immer” Emotinen stecken.

    Das bedeutet, wir nehmen niemls wertfrei etwas wahr, und verfallen schnell in die Interprätation.

    Wenn ich die Worte Einfall, Leidenschaft oder Vorschlag sehe, kommen bei mir die Gedanken
    Zu Einfall eine Idee haben.
    Zu Leidenschaft eher das Gefühl Leiden schaffen.
    Zu Vorschlag, eine Empfehlung.

    Es liegt dann doch wohl weniger am Wort, als im den Zusammenhang in den wir den Begriff stellen.

    Also denne, lasst uns die neuen Ideen mit Mitgefühl als Empfehlung liebevoll weiterleiten.

    Norbert :-)



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