Staat verordnet positive Nachrichten!
Juni 27th, 2008 by Frank Obels
Ja, wenn es zu viele negative Nachrichten gibt, dann ist das wohl auch nicht gut für die Bürger – dachte man sich in Rumänien und verordnete positive Nachrichten.
Der rumänische Senat ordnete an, dass die Medien mehr positive Nachrichten zu bringen hätten!
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6 Kommentare to “Staat verordnet positive Nachrichten!”

Das bräuchte man hierzulande auch. Immer nur schimpfen bringt einen eh nicht weiter. Aber wenn man hier von Leuten hört, die ihre Kindern schon mal auf Hartz IV vorbereiten weil alles Sche… ist …
Dabei geht es uns vergleichsweise gut.
Gerhard Zirkel
Der Staat brauchte nur unsere Blogs zur Pflichtlektüre machen
Die meisten Menschen wollen scheinbar, dass es ihnen schlecht geht. Denn die Zahlen sprechen für sich.
Sobald Horror Szenarien oder kollektiver Checkout im Fernsehen, Radio oder den Printmedien dargestellt werden, steigen die Quoten. Ist doch ein perverses Spiel, oder?
Einerseits geilt sich das Gros des Volkes daran auf, und 5 Minuten später formulieren sie sich darüber, wie schlimm das alles ist!
So what
Bernhard
Gerhard: was heißt “uns gehts vergleichsweise gut??” Hier in Afrika, und auch das ist Teil unseres Planeten, gehts anders ab!! Und wie! Da denke ich kein Fatz an die kleinen dummen Nervtötereien, die ich im wohlhabenden Europa habe. Hier hatte ich gestern mal richtig Schiss um mein Leben. Glaube mir, da ist Dir jeder Harzi mehr als egal, der hat zu essen und zu trinken und eine Wohnung…
Wenn mehr Menschen nur mehr aus Ihrer kleinen bedrückenden Komfort-Zone rausgingen, dann würden automatisch positivere Nachrichten vermittelt werden.
Wer laut jammert, dem würd ich zwei Wochen Afrika verordnen. Als Milchbrötchen sein Herz zu öffnen, damit die “Anderen” spüren, dass man es gut meint und gute Absichten hat, das ist mal eine Lektion. Und es kann Dir doch passieren, dass wenn Du zuviel lächelst, Du angegriffen wirst. Schaust Du zu ernst, kann das auch gefährlich sein.
Na ja, vielleicht sehe ich ja alles wieder schön negativ, wenn ich übernächste Woche wieder in Europa bin. Aber jetzt erstmal kann und will ich diese Negativ-Denker und Ewig-Jammerer nicht verstehen und bin auch froh, solch dummes Gebabbel nicht mitzubekommen.
Einfach mal wieder raus in die Welt, aber net in Hotels rumsitzen und die Bimbos rennen lassen…raus auf die Strasse, in’s Leben. Management by Walking…
Ich garantiere: aus unseren vermeintlichen Problemchen werden schnell dankbare Situationen.
“Oh Mann, schon wieder ein Strafzettel”…ja Gott sei Dank, das heißt doch, dass ich ein Auto habe!
“Oh jee, wieder Montag, wieder der blöde Job!…ja Gott sei Dank, so hab ich was zu essen und andere Annehmlichkeiten dazu!
Ich glaube, was vielen Menschen fehlt, ist einfach DANKBARKEIT!! Das ist für mich einer der Schlüssel zum Erfolg. Und mit Erfolg meine ich nicht das limitierte Denken auf materieller Ebene.
Ich bin ja schon froh, wenn ich abends sicher schlafe und aufwache!! Wer hat da schon Zeit und Lust, sich um eine saublöde Bild-Zeitung und deren noch saublödere Inhalte zu kümmern und vor allem um die Trottel, die so einen Quatsch lesen und für wahr halten??
Ich bin dankbar. Dankbar, dass ich lebe, dankbar, für alle Erfahrungen, die ich machen darf. Dankbar für Momente unglaublichen Wachstums und Entwicklung.
Bernhard, hast vollkommen Recht: “so what?” Wir sollen ja nicht die restliche Welt missionieren, sondern an unser eigenes Wachstum denken.
Und auf einmal kriegt ein solcher armer Depri eine Kranhkeits-Diagnose, und mein Eindruck ist, dass sich einige darüber unbewusst freuen, denn so haben sie ja die pathologische Bestätigung, wie schlimm und schwer doch dieses Leben ist. Und auf diese Weise erhalten einige ja scheint’s doch ihre über alles geliebte Aufmerksamkeit. Wie war das doch mit dem sekundären Kranheitsgewinn?
Sorry, kein Verständnis, das sind Energiesauger, die man schnell loswerden muss;oder eben nach Afrika oder Rumänien schicken…ich habe letztes Jahr viel in Bucharest gearbeitet, und die Tendenz ist: eine totale Zwei-Klassen-Gesellschaft: einerseits unglaubliches Reichtum, auf der anderen Seite völlige Armut! Ich habe den schlechtesten Service meines Lebens erlebt, selbst in 5-Sterne-Hotels. Und musste feststellen, dass es eben noch mindestens 2 Generationen gehen wird, bevor die kommunistische und diktatorisce Prägung sich in Demokratie verwandeln wird. Vater Staat hat doch immer, trotz größter Verbrechen und Schandtaten, für viele Leute dort gesorgt. Dort wird schon jetzt wieder auf die bösen Reichen geschimpft. Und die größten, fettesten Autos hab ich in Bucharest gesehen, nicht in Deutschland oder sonstwo…
Ein Präsident, der in meinen Augen nicht lächerlicher sein könnte und öffentlich erlaubt, Strassenhunde abzuknallen und keine Sau sagt was dazu…das nette Präsidenten-Töchterlein, dass mit ihren magersüchtigen Stelzen sich grad mal ein Autochen für 60.000 € kauft (ich war dabei als das passierte!!!). Der Präsident wird an der Schilddrüse operiert und nach zwei Tagen sieht man im Fernsehen diesen Oberdeppen, der sich für die Auferstehung von Elvis hält und seine Ärzte brav ins Fernsehbild rückt, und schnell werden noch Kinder ins Bild gezerrt, damit man jaaa auch freundlich nach außen wirkt…wie ernst sollte ich da eine überwachte Zeitung und deren Inhalte nehmen?
Und mit Verordnung ist doch nix getan. Das wär ja so, als würde die Frau dem Mann verordnen: “Schatz, Du MUSST jetzt aber eine Erektion bekommen! Weil ich das so will!” Na da bin ich mal gespannt, was sich tut (oder eben nicht…).
Änderungen müssen im Individuum entstehen und heranreifen. Die Eltern an erster Stelle und dann erst die Schule und Universitäten. Aber hören wir doch endlich, endlich auf, nur auf einen Staat zu hoffen und zu setzen. Das heißt, Verantwortung für das eigene Leben abgeben und an den Zielen anderer Menschen zu arbeiten, nur nicht an den eigenen.
Aber um positiv zu enden: ich habe dort wunderbare Menschen kennen und schätzen gelernt, die aus dem ganzen Land zu meinen Trainings kamen und habe wunderbare Momente voller Frieden, Menschlickeit, (Gast)-Freundlichkeit und Freude erlebt. Und mit ihnen habe ich viele schöne Nachrichten geteilt…und einer hat sogar seinen Krebs besiegt, weil ER selbst von sich aus aufbauend dachte und denkt – keine Zeitung!!
Sodele, das war mal wieder eine Priese starken Tobaks, oder?
Fabrizio
Hallo,
ich habe mich schon öfter gefragt, was wohl passieren würde, wenn man eine Woche lang nur gute Nachrichten in allen Medien bringen würde? Würde da das große Gähnen / die große Langeweile ausbrechen, weil dann der “Kick” fehlt?
Sonja M. Berndl
In England gab es mal eine Zeitung “good news”, die war nach etwas über einem Jahr restlos pleite, weil es die Londoner so sehr interessierte.
Wahrscheinlich haben die Medien das noch im Kopf