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Stell Dir vor, Du begibst Dich zu einem Arzt, Heilpraktiker, Lebensberater oder auch zu einem Wahrsager. Was ist dann Dein Ziel?

Willst Du von diesen “Fachleuten” die Wahrheit hören, sollen die Dir wirklich alles sagen?

Was ist, wenn sie schlechte Nachrichten überbringen?

Und würdest Du, wenn Du Arzt, Heilpraktiker oder Lebensberater wärst, Deinen besten Freunden wirklich die schlechtesten Nachrichten überbringen?

Wie viel Wahrheit und wer entscheidet?

Wie ich beim Schreiben bemerke, ist die Frage gar nicht so einfach zu beantworten. Meine spontane Reaktion, als ich die Frage vorhin las, war:
na klar sage ich meinen Klienten alles, was ich wahrnehme, dafür bezahlen sie mich ja! Und ausserdem frage ich grundsätzlich das Höhere Selbst des Klienten, ob diese Information für ihn hilfreich oder notwendig ist.

Ich weiss aber auch, wenn ich jemandem sage, dass die Möglichkeit besteht, dass er Krebs hat, er sich sofort ein Feld dunkler Gedankenenergien rund um das Thema Krebs aufbaut – also Angst, Wut und andere Energien in das Thema gibt. Das lässt das Unerwünschte wachsen.

Ich fühlte mich beispielsweise zum Schamanismus hingezogen, also hatte ich Sessions/Readings mit einem Schamanen meines Vertrauens. Hat er mir “alles” gesagt? Kann er überhaupt alles sehen? Oder ist es immer nur ein Teilbild, das er mir geben kann?
Fragen über Fragen!

Also, wie viel “Wahrheit” ist gut für einen anderen Menschen? Nutzt es überhaupt etwas, wenn ich sage (oder weiss), dass es nicht “die” Wahrheit ist, sondern eine Wahrnehmung? Wer entscheidet, wer wie viel Wahrheit bekommt?

Bald ist wieder mein Systemstellen-Wochenende. Dort erleben wir systemische Wahrheiten. Selbst “das Feld” zeigt immer nur einen Teil der Wahrheit, beispielsweise im Falle von Familiengeheimnissen.

Hast Du eine Meinung dazu?

Dann lass sie mich doch bitte wissen, gleich hier per Kommentar. Was würdest Du Dir wünschen, wenn Du beim Arzt, Heilpraktiker oder Lebensberater bist? Die volle “Wahrheit”? Bist Du Dir bewusst, dass Dir ein anderer Mensch nicht die Wahrheit, sondern seine Wahrheit sagt? Ist damit die schlechte Nachricht weniger schlecht? Und die gute Nachricht dann doppelt gut?

Ich bin ja mal gespannt, welche Meinung Du dazu hast!
Danke im voraus für Deinen Beitrag.

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21 Kommentare zu diesem Beitrag!

  1. am 01 Sep 2010 um 10:25 Gerhard Zirkel

    Wahrheit ist relativ. Woher weiß ich denn ob das was ich dem Patienten sage oder nicht die Wahrheit ist? Woher weiß ich denn, dass er überhaupt in der gleichen Welt lebt wie ich?

    Vielleicht gelten für jeden Menschen individuelle Wahrheiten?

    Gar nicht so leicht, zum Glück mach ich keine Lebensberatung, bei mir gehts nur um Bauprojekte und Immobilien :) Aber auch da sage ich dem Kunden nur das was er wissen muss, bringt ja nichts wenn ich ihn verrückt mache.

    Gerhard

  2. am 01 Sep 2010 um 10:30 Lena

    Wow, Deinen Beitrag finde ich so toll, dass ich gleich kommentieren will:
    letztes Jahr habe ich Reiki gelernt und mein Reiki-Meister sagte uns allen “Wenn Ihr bei Euren Patienten etwas Negatives spürt, bitte nichts sagen, denn Ihr kennt die Personen nicht, wie sie reagieren oder wie sie dann mit diesen Informationen umgehen könnten! Sie würden noch mehr Energie darin geben und es würde nicht zum Wohle Aller sein!”
    Ich war echt erstaunt, so etwas zu hören.
    Also, was darf man überhaupt sagen? Wollen die Patienten überhaupt Informationen bekommnen? Welche Informationen geben? Es ist ehrlich ein schwieriges Thema. Und da ich bis jetzt keine Antwort für mich gefunden habe, nutze ich Reiki nur als Selbstheilung.
    Ich hoffe, die Feel-Better-Leser werden mir mehr Klarheit bringen und eventuell bei meiner Entscheidung helfen!
    Danke Frank für diesen Beitrag!
    Viele Grüße. Lena :-)

  3. am 01 Sep 2010 um 10:40 Carina

    Ja, sehr interessantes Thema!
    Beispiel:
    Ich kenne auch Ärzte, die meinen zu wissen, wieviele Monate ein Patient noch zu leben hat. Das finde ich persönlich schlimm, besonders wenn die Person noch einige Jahre lebt!!!
    Also, ich denke, es gibt kein Gesetz oder keine Wahrheit diesbezüglich. Jeder soll entscheiden und besonders die Verantwortung dafür übernehmen.
    Bei dem o.g. Beispiel kann ein Patient sich für einen weiteren Kampf entscheiden und ein anderer wird vielleicht aufgeben wollen und noch früher sterben.
    Das nennt man auch “Schicksal”!
    Feel-Better-Grüsse. Carina

  4. am 01 Sep 2010 um 10:53 Carina

    @Gerhard
    Eigentlich wie ich feststellen kann, existiert dieses Problem in jeder Branche, auch in der Immobilien-Branche, denn Du sagst nicht nur Deinem Kunden, was er wissen muss, sondern auch nur was DU WEISST (Stand heute)!
    Aus eigener Erfahrung kann man auch in dieser Branche verschiedene Meinungen und Informationen bekommen, genau wie beim Arzt oder beim Bänker! Und dann was macht der Kunde damit?
    Also, Du machst fast eine Lebensberatung, es ist nur Deine Information, Deine Empfehlung und Deine Meinung. Das Ergebnis hängt auch davon ab, oder?! ;-)
    Schönen FB-Tag…
    Gruß. Carina.

  5. am 01 Sep 2010 um 14:02 Silvia

    Ja, das bin ich mir voll bewusst. Mit diesem Bewusstsein und meiner Reaktion auf eine schlechte Nachricht, erkenne ich, ob ich meine Wahrheit erkannt habe.
    Andererseits erkenne ich auch immer wieder, dass gute Nachrichten mich erleichtern und bestätigen in meiner Wahrheit und mich zurücklehnen lassen.
    Schlecht, gut, glaube ich, kann nur individuell beantwortet werden. Gut und schlecht, plus und minus sollten im Idealfall in Balance sein.
    Könnte ich nicht eventuell mit gutem Gewissen meine Wahrheit weiter geben? Denn aus irgend einen Grund bin ich dort wo mir der andere seine Wahrheit sagt?

    Liebe Grüsse
    Silvia

  6. am 01 Sep 2010 um 14:32 Angela

    Ein interessantes Thema!
    Meine Wahrnehmung ist: Ich gebe dem Klienten alle Informationen, von denen ich meine, dass sie ihm dienen. Ich habe erfahren, dass es wenig förderlich ist, den Klienten mit Informationen zuzuschütten oder zu überhäufen. Oft profitiert er mehr, wenn die Infos häppchenweise kommen.
    Andererseits: Wer bin ich, dass ich entscheiden kann, Informationen bewusst zurück zu halten? Damit stelle ich mich über den anderen, indem ich urteile: Für diese Informationen bist du noch nicht reif genug, damit kannst du nicht umgehen.
    Mir fällt gerade die Parallele zum Umgang mit Kindern ein. Kindern gibt man ja Informationen auch gemäß ihrem Alter und häppchenweise. Es würde sie sonst überfordern. Doch wenn das Kind eine Frage hat, ist es ja auf der Suche nach der Antwort. Also ist es meine Aufgabe als Gefragter, die Antwort kindgerecht zu geben.
    Wichtig ist, den anderen mit den Informationen nicht allein zu lassen und sich immer wieder Rückmeldung einzuholen, ob der andere noch Schritt halten kann oder ob sich Fragen ergeben haben.

    Angela :P

  7. am 01 Sep 2010 um 15:05 passt schon

    Das Wissensbedürfnis von Kinder sollte man in meinen Augen gerecht werden, den in meiner Realität, wenn ein Kind Wissen aneignen will, gib ich ihm dieses Wissen. Überanstrengung hin oder her. Das ist in den “Macht” der Auskunft gebenden Person, zu Entscheiden, was will ich dem Kind weitergeben.
    Also, spielt man an diesem Zeitpunkt eine Art “GOTT”. Der, der die Informationen ausgibt.
    So stell ich mir das ganze auch in der Praxis vor. Wenn ein Wissenshungriger Mensch, der mit beiden Beiden sauber auf dem Boden steht, wissen will, was los ist, ist er sicherlich Bereiter negative Infos entgegenzunehmen, als eine Person die kurz vor dem Abschuss ist, sorry für diesen Ausdruck.
    Also … es lässt sich irgendwie nicht ganz Erklären, was am besten ist zu machen.
    Würde auf mein Gespür hören und dieses walten lassen ;-)

    ganz einen schönen Nachmittag …

    und so neben bei, wenn ich den Blog nochmals ein wenig durchstreife, ist es auch so, wenn es vergleichsmässig eine Liegenschaft verkauft wird.
    Nehmen wir an, das Teil liegt im Sumpf, wurde Verkauft…etc.
    Bei der Schlüsselübergabe vom Käufer an den Verkäufe:
    - Wüschen ihnen viel Glück mit dem Dreckloch und schauen sie das sie genügend Mückenspray haben .. usw.
    oder
    - Wünsche ihnen viel Glück mit dem frisch erworbenen, naturverbunden, artenreichen Zuhause. Hier ist es so schön, das man mit Natur und “Kosmos” Inserkizidus zusammenleben kann :-)

    also … es liegt in der Macht des Verkäufers (Therapeuten)

    :-) und jetzt ist schluss und tschüss !!

  8. am 01 Sep 2010 um 15:13 Rubens

    Für mich ist die Sache einfach:
    wenn ich frage, was ein Therapeut “sieht”, dann will ich alles wissen! Es ist doch meine Verantwortung, wie ich damit umgehe!

    Wie die Kommentare zeigen, stehen die Chancen eher schlecht, einen solchen Therapeuten zu finden!

  9. am 01 Sep 2010 um 16:08 Frank Obels

    Wow – vielen Dank für Eure Kommentare.

    Also, wie ich sehe, gehen die Meinungen ziemlich auseinander – cooool!

    Mal sehen, was noch an “Input” von den Lesern kommt!

    :-)

  10. am 01 Sep 2010 um 16:44 Angela

    @Rubens

    Meiner Erfahrung nach finden immer die passenden Therapeuten und Klienten zusammen. Deshalb vertrete ich ja auch die Meinung, dass es “Konkurrenz” unter den Therapeuten nicht gibt. Wenn du also einen Therapeuten willst, der dir alles Wissen weitergibt, wirst du ihn auch finden – wo auch immer. Genauso wie ich stets die optimal zur mir passenden Klienten habe!

    Angela :P

  11. am 01 Sep 2010 um 17:26 Brigitte

    @Rubens
    ja, wie Du, will ich auch alles wissen, was der Therapeut sieht, wenn ich auch selbst frage.
    Aber glaubst Du ehrlich, dass er alles Dir erzählt, was er sieht!?
    Wie kannst Du zu 100% sicher sein, dass er Dir alles sagt, zu Deinem Wohl!?
    Schönen Abend…
    LG. Brigitte :-)

  12. am 01 Sep 2010 um 18:26 James

    Hallo zusammen :)

    Ich finde den Beitrag und den Denkanstoss sehr gut, daher auch mein Kommentar dazu.

    Deine Frage war:
    Also, wie viel “Wahrheit” ist gut für einen anderen Menschen? Nutzt es überhaupt etwas, wenn ich sage (oder weiss), dass es nicht “die” Wahrheit ist, sondern eine Wahrnehmung? Wer entscheidet, wer wie viel Wahrheit bekommt?

    Ich denke, dass die ganze Wahrheit gut für den anderen ist. Manchmal sofort gut, greifbar gut und manchmal erst im Nachhinein gut.
    Auch eine “schlechte Nachricht” kann etwas positives bewirken.
    Jedem muss klar sein, dass eine Aussage, eine Wahrheit eines Menschen nie die absolute Wahrheit sein kann, es sei denn ich spreche mit der Wahrheit selbst.
    Ist es nicht die erste und höchste Aufgabe sich selbst seine eigene Wahrheit zu geben, in vollem Umfang und mit allen Konsequenzen.
    Wer diesen Weg gehen kann, kann wohl auch alle anderen Wege gehen.
    Herzlich
    James

  13. am 01 Sep 2010 um 20:00 Bernd

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es sich um eine Mischung aus der
    - absoluten Wahrheit im Sinne des Hohen Selbsts des Coachees
    und
    - der (Teil der) Wahrheit, die der Coachee im Augenblick des Termins aufnehmen und verstehen kann

    handeln sollte.

    Vor ca 1,5 Jahren war ich bei Heilerin u.a. zum Energieausgleich. Sie gab mir als Ergebnis des Gespräches noch einen Zettel mit, auf dem Sachen standen die mich weiterbringen. Da konnte ich noch nichts damit anfangen. Als mir vor ca 2 Wochen dieser Zettel wieder in die Hand fiel, kam mir alles so logisch und klar vor.

    So long

  14. am 01 Sep 2010 um 20:30 Norbert

    Ich durfe erfahren, dass es nur eine Wahrheit gibt.
    Diese ist nicht Worte zu fassen.
    Es kann ja nur eine Wahrheit geben, denn sonst wäre es ncht wahr.

    Alles was wir als ärzte, Therapeuten, Lebensberater tun, ist ein Gerüst um ein bereits gebautes Haus bauen (Methode), dann darf der Besitzer selber reperieren.

    Alles was einer der Heiler, Schamenen oder wer auch immer tut, ist einen Weg weisen, Energien nutzen, die Deinem Energiefeld helfen, mehr gute Energie freizusetzen oder zu Nutzen.
    Keiner kennt Deine Wahrheit.
    Gut ist es, wenn der Berater, Heiler Guru selber Erfahrung gemacht hat, die er dann weitergeben kann.

    Ärzte, klassische Schulmediziener kümmern sich um Krankheiten, nicht um die Gesudheit. Sie verteilen Etiketten, haben wenig Erfahrung mit den Gesetzen der Natur, obwohl sie diese nutzen.
    Jeder Chirug schneidet die Haut durch, mir der Hoffnung, dass sie am Ende wieder zusammenwächst.

    Wir Menschen haben immer unseren Blickwinkel, verteigen unseren Standpunkt, der so instabil ist wie ein Korken auf dem Wasser.
    Dennoch heben wir die Möglichkeit, ernegtische Hilfe zu leisten.

    Ob das die Wahrheit ist ????? :-)

    LG
    Norbert

  15. am 02 Sep 2010 um 07:44 Rubens

    @ Angela
    Hört sich gut an, was Du schreibst. Bisher habe ich den Therapeuten, der mir alles sagt, was er sieht/weiß noch nicht gefunden! Ist so ein Gefühl.

    @ Brigitte
    Das ist ja, was mich leicht annervt: ich glaube eben nicht, daß ich ALLES gesagt bekomme.

    @ Bernd
    Das finde ich toll. Ich möchte alle Informationen haben, selbst, wenn ich, wie in Deinem schönen Fall, erst viel später alles verstehe.

    Naja, da hat der Frank mal wieder so ein heikles Thema gut angesprochen.

  16. am 02 Sep 2010 um 19:26 Ute

    Ich denke, das Wichtigste steht in Franks erstem Absatz: Wer Hilfe sucht, hat ein ZIEL. Daran orientiere ich mich. Als Helfer bin ich Dienstleister und fühle mich dem Ziel des Klienten verpflichtet. Ich begleite ihn ein Stück auf dem Weg zum Ziel, zu SEINEM Ziel. Dabei öffne ich ihm die Augen und Ohren für „neue Wahrheiten“.
    Einfaches Beispiel: Eine geschiedene Frau kommt zu mir. Ihr Ziel: eine glückliche Partnerschaft. Zunächst finde ich heraus: was ist für sie eine glückliche Partnerschaft? Da geht die Wahrheitssuche los, in diesem Punkt ausschließlich aus Sicht der Klientin.
    Nachdem Helferin und Klientin wissen, wo es hingehen soll, marschieren wir los. Dabei werden wir kaum vorankommen, wenn wir uns ausschließlich am bisherigen Horizont der Klientin orientieren. Schließlich hat die „alte Wahrheit“ nicht zum Ziel geführt. Also übernehme ich die Führung und lasse die Klientin „neue Wahrheiten“ finden und integrieren, z.B. den Glaubenssatz, den sie momentan unterbewußt ablehnt: „Ich habe es verdient, in einer glückliche Partnerschaft zu leben.“ Auf diese Weise begleite ich die Klientin ein vorher festgelegtes Stück des Weges.
    Erkenne ich, daß mich die Klientin mit einer Partnervermittlung verwechselt, erkläre ich freundlich und bestimmt, daß ich ihr mit meiner Dienstleistung nicht helfen kann.
    Genau so würde ich es als Immobilienmaklerin machen: Herausfinden, was für ein Haus der Klient sich vorstellt. Den Auftrag ablehnen, wenn ich weiß, daß es unwahrscheinlich ist, daß ich so ein Haus auftreibe. Ansonsten das Haus suchen. Wenn ich als Fachmann merke, daß es Häuser gibt, die die Bedürfnisse des Klienten evtl. noch besser befriedigen bzw. daß er bei seinem Wunsch-Haus Nachteile übersehen hat, darauf hinweisen. Auf Wunsch Alternativen anbieten. Das Haus verkaufen, das die Bedürfnisse des Klienten befriedigt.
    Das ist meine Wahrheit (mein Filter, Sicht auf die Welt). In diesem Rahmen kann ich helfen. Und ich teile die optimistische Auffassung, daß sich die zueinander passenden Menschen finden, selbst wenn es manchmal nicht so scheint. Heilung und Entwicklung geschehen, wo neue Pfade betreten werden.

  17. am 02 Sep 2010 um 22:49 Claudia

    Hallo Frank,

    also ich möchte die Wahrheit wissen. Wenn ich zu einem Arzt, Therapeuten, Heiler, Coach oder oder gehe, gehe ich mit einem bestimmten Thema hin und habe die Erwartung, auch all das zu Erfahren, was mein Gegenüber sieht. Ich möchte weiter kommen. Allerdings erhebe ich schon den Anspruch, dass es adressatengerecht ist. D.h. es sollte so rüber gebracht werden, dass der andere auch etwas damit anfangen kann – es annehmen kann. Also ist hier sehr viel Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen gefragt.
    Und Du hattest auch noch das Thema mit den Freunden, die einem eine schlechte Nachricht überbringen, angesprochen.
    Ist es nicht genau das, was eine Freundschaft ausmacht und sie auch wertvoll macht? Ich persönlich finde es auch hier sehr wichtig, dass man Freunden (oder auch Freunde einem selbst) auch mal den Spiegel vorhalten kann, Kritik äußern sollte oder einem auch mal eine weniger schöne Nachricht überbringen sollte. Ich weiß auch aus eigener Erfahrung, dass es mich ein vielfaches an “Überwindung”, Mut und Gedanken kostet, solch weniger positiven Dinge anzusprechen. Schöne Nachrichten zu überbringen fällt sicherlich leichter.
    Für mich ist dies eine Art der Wertschätzung, die ich Menschen entgegenbringen kann. Wohlgemerkt auf eine einfühlsame, achtsame Art und Weise.

    Herzliche Grüße
    Claudia

  18. am 03 Sep 2010 um 09:40 Angela

    @Claudia

    Das finde ich richtig schön gesagt: “die Botschaft auf einfühlsame, achtsame Art und Weise” überbringen. Indem man das trainiert, wächst man selbst daran, anderen “gute” wie “schlechte” Botschaften mitzuteilen. Somit profitieren beide davon.

    Zudem ist es doch so, dass gerade Familie und Freunde einem ständig den Spiegel vor die Nase halten, auch unbewusst und nonverbal. Verstehe ich die Kunst, das Spiegelbild zu lesen, mache ich mir vieles leichter.

    Angela

  19. am 03 Sep 2010 um 10:00 Norbert

    @ Claudia, in den ersten beiden Sätzen ist ein kleiner Widerspruch.
    Du möchtest die Wahrheit wissen. Das soweit ok.
    Dann möchtest Du wissen was Dein Gegeüber sieht.
    Ist auch ok.
    Nur, der kennt die Wahrheit nicht, nur seine Welt, seinen Standpunkt. Den vermittelt er Dir.

    Beste Grüsse
    Norbert

  20. am 03 Sep 2010 um 10:31 Frank Obels

    Ihr schreibt echt tolle Kommentare Ihr Lieben.

    Vielen Dank – ich entdecke da sehr schöne Aspekte :-)

    Danke, Danke, Danke!

    :-)

  21. am 03 Sep 2010 um 15:23 Angela

    Lieber Frank,

    wir danken! Schließlich hast du die ganze Sache hier ins Rollen gebracht!

    Angela :P



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