Überlebensregeln für Kinder
April 29th, 2008 by Frank Obels
In seinem Buch Emotionale Balance schreibt Roy Martina, dass wir als Kinder quasi ein Überlebenstraining absolviert haben und dabei grundlegende Überlebensregeln gelernt haben, die es unter allen Umständen zu beachten galt. Vielfach sind solche Regeln Grundlage späterer allerfeinster Blockaden.
Hier die von mir etwas geänderte Liste der Überlebensregeln
- Du liebst Deine Eltern bedingungslos, ohne Einschränkung. Denke immer daran: ihnen verdankst Du Dein Dasein, sie gaben und geben Dir zu essen, zu trinken und ein zuhause. Dafür hast Du sie zu lieben!
- Deine Eltern sind die Chefs und Du hast immer das zu tun, was sie sagen. Dies gilt unter allen Umständen, immer!
- Deine Eltern haben ausnahmslos immer Recht! Warum? Weil sie Hellseher sind, weil sie Deine Zukunft sehen können und es deshalb einfach wissen, was gut für Dich ist.
- Achtung: selbst wenn Du glaubst, in einem Punkt im Recht zu sein – wir brauchen darüber gar nicht zu diskutieren – tritt automatisch Regel Nr. 3 in Kraft.
- Spar Dir Emotionen – insbesondere die, die vermuten lassen könnten, dass Du die Chefs nicht bedingungslos liebst oder dass Du nicht hundertprozentig ihrer Meinung bist. Unterdrück’ also Deine Emotionen!
- Deine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass die Chefs sich wohl fühlen. Dies erreichst Du über ein angemessenes Verhalten. Verhalte Dich also stets so, wie man es von Dir erwartet! Damit erfreust Du auch Deine Mitmenschen, und Deine Chefs werden von den Mitmenschen bewundert, weil Du so brav bist.
- Wenn Dein Verhalten nicht angemessen und nicht den Erwartungen anderer entspricht, dann zeigt dies nur eines: Du bist schlecht und hast Liebe nicht verdient.
- Deine Chefs brauchen sich niemals an ihre Zusagen und Versprechungen zu halten, Du aber schon. Die Chefs wissen, wie das Leben funktioniert, Du nicht. Also vergleiche dich nicht mit Deinen Chefs, da gibt es nichts zu vergleichen!
- Die Chefs können Dinge tun, die schlecht für sie sind, etwa rauchen oder trinken. Nochmals: die Chefs wissen, wie das Leben funktioniert – Du nicht!
Wow, wenn ihr auf solche Lebensregeln trainiert wurdet, dann Herzlichen Glückwunsch!
Aber es gibt eine gute Nachricht:
es handelt sich nur um angelerntes Verhalten.
Also kann man etwas Neues lernen, etwas, das uns im Leben weiterbringt!
E-I-C, Mentaltraining, EFT, Omega Coaching, Energy Clearing, Radionik – es gibt viele Möglichkeiten, sich auf ein besseres Leben zu programmieren.
Feel better!
Meine Empfehlung:
- Die besten Artikel des Feel Better-Blogs findest Du hier!
- Wenn Du Dich spirituell leicht und elegant weiterentwickeln möchtest, dann empfehle ich die Botschaften der Inneren Weisheit.
- Wenn Du ein akutes Thema lösen möchtest, dann verbringe ein Systemstellen-Wochenende mit Frank.
- Wenn Du Interesse hast, tiefe Selbsterkenntnis zu finden und intensives Selbst-Coaching (Du bist Dein bester weil eigener Coach) zu erlernen, dann werde Holistic-Coach.
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5 Kommentare to “Überlebensregeln für Kinder”


Starker Tobak. Mein damaliger „Chef“ kannte die erwähnten Methoden zur Umprogrammierung nicht, gab mir jedoch eine andere mit auf den Weg. Als aufmüpfiger Teenager warf ich ihm vor langer Zeit im Streitgespräch an den Kopf: „… Du hättest mich ja besser erziehen können.“ Worauf er ganz ruhig erwiederte: „Die Zeit dafür wäre nun abgelaufen, auch er hätte im Jugendalter lernen müssen, daß nun die Selbsterziehung einsetzen müsse.“ Daran denke ich oft zurück. Es hat mir sehr geholfen, genau wie die viel später hinzugekommene Erkenntnis, daß meine „Chefs“ – wie sie heute selber sagen – manches einfach nicht besser wußten. Na Gott sei Dank, es waren und sind die Stolpersteine in meinem Leben, die mich voranbringen. OK, in dem Moment, wo ich auf der Nase liege, will ich zunächst nur fluchen.
Feel good. Ute
[...] Wie hat heute ein Radiosprecher aus dem Hörfunk gesagt: “Die Ganze Welt schaut nach Amstetten.” Wenn ich dann die Überlebensregeln der Kinder im feel-better-blog lese, stellt sich mir die Frage: „Warum schaut nicht, aufgrund dieses Ereignisses, jeder in sich?“ Programme, die selbst erlernt wurden, heute so umzuprogrammieren, dass sie keine Hindernisse im Leben bilden. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es manchmal heftig weh tut, selbst genau hinzuschauen, doch danach tut es super gut. Das weckt Lebensfreude pur. [...]
Hi Frank,
Erstmal herzlichen Dank für diesen Blog – ich bin schon seit Monaten stille und immer wieder genießende Leserin
.
Speziell zu deinem heutigen Artikel, zwei Seitentipps, falls du sie nicht eh schon kennst:
http://www.unerzogen.de/artikel/
http://www.leben-ohne-schule.de/artikel2.html
Ich bin sehr froh, dass auf der Chefetage
ganz mächtig was in Bewegung ist und bewege mich selbst mächtig mit, was sehr zu meinem betterfeeling beiträgt.
Herzlicher Gruß
Lisa
Hi Ute und Lisa,
danke für Eure Feedbacks.
Es scheint fast so, als begänne eine Zeit des spirituellen Erwachens, denn was meine Generation noch als “Überlebenstraining” absolviert hat, wird glücklicherweise heute seltener.
Insofern nehme ich auch eine entsprechende Bewegung wahr
Greetings
Frank
Hallo Frank,
Ich gebe Dir mit der prinzipiellen Kritik am gezeichneten Elternverhalten, wie Du es formulierst, recht.
ABER:
Es ist doch billig, den Leuten (Eltern) theoretisch zu erzählen, wie es NICHT geht.
Ich habe meine Kinder aus der Freude am Leben gezeugt und betrachte es als großes & wunderbares Geschenk, sie verantwortsvoll erziehen zu dürfen und ihre Entwicklung bestmöglich zu fördern.
Die Kunst liegt doch darin, praktisch vorzumachen, wie es geht.
Also, wie wär’s mal mit ein paar eigenen Kindern
?
Oder zunächst mal mit einer Ode an die Mütter & Väter, die ihr Bestes geben?
Gruß, Tobias
P.S.:
Du bist ein Riese, Max! (Reinhard Mey)
Kinder werden als Riesen geboren,
Doch mit jedem Tag, der dann erwacht,
Geht ein Stück von ihrer Kraft verloren,
Tun wir etwas, das sie kleiner macht.
Kinder versetzen so lange Berge,
Bis der Teufelskreis beginnt,
Bis sie wie wir erwachs‘ne Zwerge
Endlich so klein wie wir Großen sind!
Du bist ein Riese, Max! Sollst immer einer sein!
Großes Herz und großer Mut und nur zur Tarnung nach außen klein.
…
Quelle & Ganzer Text hier:
http://www.reinhard-mey.de/index.php?render=text_main&id=227&w=1280