Klopftechniken wirken – ein Beispiel zum Nachdenken
Mai 26th, 2009 by Frank Obels
Ja, das kann ich sogar beweisen
Beim Coaching und beim Therapieren begegnet mir immer wieder, wie stark sich Menschen (Klienten) schuldig fühlen oder sogar in tiefer Scham leben.
Nun erlebe ich gerade einen Fall, da ist tief im Unterbewusstsein ein sehr heftiges Schamprogramm aktiv. Es ist so heftig, dass ich mich frage, wie das ohne Trauma oder ein ähnliches Erlebnis entstehen kann.
Heute erfahre ich “zufällig” etwas über das Thema Schuldbekenntnis in der katholischen Kirche.
“Das mea culpa (lateinisch „meine Schuld“) ist ursprünglich eine christliche Formel des Schuldbekenntnisses. Sie stammt aus dem Gebet Confiteor („Ich bekenne“), das seit dem 11. Jahrhundert in der katholischen Kirche gesprochen wird:
(Ich bekenne, [...] gesündigt zu haben in Gedanke, Wort und Tat: durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine größte Schuld.)
Oft klopft sich der gläubige Katholik auch drei Mal auf die Brust, während er diese Formel spricht.
Zitatende!
Ich habe mir dann von einem Fachmann erklären lassen, was da genau bei passiert – tatsächlich werden da Thymusdrüse und die Akupressur-Angstpunkte geklopft, während die Suggestion “meine Schuld, meine Schuld, meine größte Schuld” gesprochen wird.
Wer Klopftechniken kennt, der weiss, wie das wirkt: immens tief.
Nochmals “zufällig” frage ich also den betroffenen Menschen, ob er so etwas wie Messdiener war (das ist glaube ich der evangelische Ausdruck dafür, den Begriff kannte ich) – und bingo, Volltreffer, er war über viele Jahre Ministrant (das müsste die katholische Variante sein) und hat sich so seine Schuld, die zur Scham wurde, fast täglich in sich hineingeklopft – über Jahre!!!
Da stockte mir der Atem – als ich mir die Wirkung vorstellte.
Ich weiss, dass Kirchen und andere “Vereine” sehr tiefes Wissen über den Menschen und seine Abläufe haben, also auch viel bezüglich Suggestion wissen. Da stimmt es mich nachdenklich, dass die Vereins-Chefs ihre Diener so etwas tun/sagen lassen.
Die gute Nachricht lautet:
es gibt Techniken, wie man selbst so etwas wieder rauskriegt, aber die meisten Menschen kennen diese nicht und die lassen sich auch nicht so schnell mal über die Ferne vermitteln.
Mein Feel better-Tipp:
immer schön darauf achten, dass Ihr Gutes in Euch (das Unterbewusstsein) rein lasst!
Feel better!
Meine Empfehlung:
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2 Kommentare to “Klopftechniken wirken – ein Beispiel zum Nachdenken”


Die evangelische Kirche kennt weder Messdiener noch Ministrant. Da ist der Pfarrer noch Alleinunterhalter!
Eine interessante Sichtweise – kann mir gut vorstellen, dass die Kombination aus Stimulation und Affirmation bzw. Glaubensbekenntnis gut wirkt.
Ich denke man sollte diese Technik für positive Programmierungen nutzen – und sinnlose “Schuldprogrammierungen” vermeiden.